Freitag, 18. Dezember 2020

Seit 18 Uhr tagen die Minister: Weihnachten in der roten Zone?

Die italienische Regierung plant weitere Corona-Beschränkungen für die Weihnachtsfeiertage. Italien soll vom 24. Dezember bis zum 6. Jänner zur roten Zone erklärt werden. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat angekündigt, für Südtirol einen Sonderweg anzustreben. Gewissheit gibt es erst nach Ende der Besprechung im Ministerrat, die seit 18 Uhr am Freitagabend läuft.

Wird es für Südtirol einen Sonderweg für die Weihnachtszeit geben? Darauf dürfte es bald eine Antwort geben.
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Wird es für Südtirol einen Sonderweg für die Weihnachtszeit geben? Darauf dürfte es bald eine Antwort geben. - Foto: © dpa-tmn / Karl-Josef Hildenbrand
Die italienische Regierung plant, Italien vom 24. Dezember bis zum 6. Jänner an Feiertagen und Wochenenden zur roten Zone zu erklären. Damit werden Geschäfte und Lokale geschlossen bleiben und die Reisefreiheit stark beschränkt werden. Eine dementsprechende Verordnung will der Ministerrat am Freitagabend verabschieden, berichteten italienische Medien.

An den anderen Tagen außerhalb den Feierlichkeiten soll Italien bis zum 6. Jänner als orange Zone eingestuft werden. In den orangen Zonen dürfen die Menschen ihr Haus zwar verlassen, aber es ist verboten, in andere Orte oder Regionen zu fahren. Ausnahmen gelten etwa für den Weg zur Arbeit. Vorgesehen ist eine Schließung der Lokale über die ganze Woche.

Südtiroler Sonderweg?

Landeshauptmann Arno Kompatscher kündigte am Freitag im Landtag an, in das römische Dekret einen Passus einfügen lassen zu wollen, demzufolge es den Regionalpräsidenten erlaubt sei, die Regeln für die Weihnachtszeit den lokalen Gegebenheiten anzupassen.

Seit 18 Uhr tagt der Ministerrat. Dieser wird darüber entscheiden, wie der Text des Dekretes für die Weihnachtszeit tatsächlich aussieht. Wird der oben erwähnte Passus übernommen, müsste Südtirol selbst gesetzgeberisch tätig werden, um die Regeln für die Weihnachtszeit im Land selbst zu gestalten.

Die italienische Regierung hatte bereits Anfang Dezember eine Verordnung erlassen, die unter anderem strenge Reisebeschränkungen über die Weihnachtsfeiertage vom 21. Dezember bis zum 6. Jänner vorsieht. Erwartet wird, dass am bevorstehenden Wochenende 3 Millionen Italiener vor dem Inkrafttreten strenger Reisebeschränkungen verreisen werden, um mit Angehörigen in anderen Regionen zu feiern.

apa/stol

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