„Unsere Vergütungen an die privaten konventionierten Partner sind seit jeher zum Teil höher und wir werden sie demnächst noch einmal anpassen“, sagt Ressortchef Michael Mayr. <BR /><BR />Die UAP (Unione Ambulatori e Poliambulatori) schlägt Alarm. Mit diesen Tarifen, die koventionierte Anbieter privater medizinischer Leistungen ab 30. Dez. bekommen sollen, seien 350.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Warum? Weil die Vorgaben für die Vergütungen, die die Sanitätsbetriebe konventionierten privaten Partnern für ambulante Leistungen erstatten dürfen, von Rom nur für einige Leistungen angehoben, für andere gleich geblieben und für viele sogar um bis zu 60 Prozent reduziert worden seien – „jenseits jeder Marktlogik“. <BR /><BR />Weil Südtirol seine Sanität selbst finanziert, ist man nicht an diese Tarife gebunden, sondern kann „drauflegen“. Das ist schon allein wegen der höheren Lebenshaltungskosten, die Landeszulagen für das Personal notwendig machen und damit in Südtirol für weitaus höhere Lohnkosten sorgen, nötig. <BR /><BR />Im Gesundheitsressort bastelt man derzeit noch an den eigenen neuen Tarifen. Dazu hat es im Vorfeld auch einige Sitzungen mit den Privatkliniken gegeben. <h3> Keine einheitliche Erhöhung</h3>Die Tendenzen aus Rom werde man allerdings mitgehen, sagt Ressortchef Michael Mayr: „Wo Rom erhöht, erhöhen auch wir. Wo Rom senkt, senken auch wir.“ Denn für diese Tarifsenkungen gebe es nachvollziehbare Gründe: „Wo ein technologischer Fortschritt Aufwand und Personalbedarf gesenkt hat, ist eine Tarifsenkung zu vertreten.“ Zudem werde man sich bei Leistungen, „die uns besonders interessieren“, großzügiger zeigen als bei anderen. <BR /><BR />Eine einheitliche Erhöhung wird es also nicht geben, im Durchschnitt werde es aber auf ein Plus von 10 bis 15 Prozent hinauslaufen, so Mayr. Dr. Rupert Waldner, Verwaltungschef der Melittaklinik in Bozen ist daher zuversichtlich: „Gott sei Dank haben wir im Gesundheitsressort vernünftige Leute und dürfen wohl mit einem guten Kompromiss rechnen.“ Mit den Staatstarifen könne hingegen keiner arbeiten, „südlich von Salurn werden so wohl einige zusperren müssen.“ <BR /><BR />Der neue Tarifkatalog wird sich laut Mayr auf ambulante und stationäre Leistungen beziehen. Ausständig sind auch Tarifanpassungen bei den sogenannten essenziellen Grundleistungen (LEA), auch hier sollen neue Staatstarife ab 30. Dez. greifen. Wir werden in den kommenden Tagen berichten.