Sonntag, 30. Dezember 2018

Senator fordert Trump zu Überdenken von Syrien-Abzug auf

Der einflussreiche republikanische Senator Lindsey Graham hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, den beschlossenen Rückzug von 2.000 Soldaten aus Syrien zu überdenken. Im Fernsehsender CNN sagte Graham am Sonntag, die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) sei noch nicht besiegt. Es müsse sichergestellt werden, dass sie „niemals“ zurückkehre.

Lindsey Graham
Lindsey Graham

Er werde Trump auffordern, darüber mit seinen Generälen zu beraten. Graham hatte Trumps Entscheidung zuvor bereits als „großen Fehler“ bezeichnet.

Wenn die US-Truppen jetzt abzögen, würden die Kurden „massakriert“, sagte der Senator. Und „wenn wir die Kurden im Stich lassen und sie massakriert werden, wer wird uns künftig helfen?“, fügte er hinzu.

Der frühere Kritiker Trumps, der jetzt als sein Vertrauter gilt, warnte außerdem davor, Syrien den Iranern zu „übergeben“. Nach seinen Worten wäre das für Israel ein „Albtraum“.

Der angekündigte US-Rückzug könnte ein Machtvakuum vor allem im Norden Syriens hinterlassen.

Dort sind kurdische Milizen aktiv, welche die Regierung in Damaskus aus Furcht vor einer türkischen Offensive nach dem geplanten Abzug der US-Truppen um Hilfe gebeten haben.

Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) hatten den IS bisher mit Unterstützung des US-Militärs bekämpft.

apa/afp

stol