Samstag, 29. Mai 2021

Senatspräsidentin Casellati beklagt Morddrohungen in sozialen Netzwerken

Die Präsidentin des italienischen Senats, Maria Elisabetta Alberti Casellati, hat bei der Justiz Klage eingereicht, nachdem sie zuletzt wiederholt anonyme Drohbriefe und Morddrohungen in sozialen Netzwerken erhalten hat. Die Pressestelle der Politikerin beklagte eine „eskalierende Hasskampagne“, die im letzten Monat begonnen habe. Sie habe Casellati bewogen, sich an die Justiz zu wenden.

Die Präsidentin des italienischen Senats Maria Elisabetta Alberti Casellati erhielt Drohbriefe und Morddrohungen.
Die Präsidentin des italienischen Senats Maria Elisabetta Alberti Casellati erhielt Drohbriefe und Morddrohungen. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI
Die 74-jährige Politikerin aus den Reihen der Forza Italia um Expremier Silvio Berlusconi erhielt zahlreiche Solidaritätserklärungen aus allen politischen Lagern. Hetzkampagnen im Internet gegen italienische Politiker haben zuletzt zugenommen.

Die Carabinieri hatten vor 2 Wochen Durchsuchungen bei 11 Personen durchgeführt, die verdächtigt werden, in sozialen Netzwerken Drohungen gegen Staatspräsident Sergio Mattarella gepostet zu haben. Die Durchsuchungen erfolgten in mehreren Städten, darunter Trient, Padua, Turin, Bologna und Rom.

Sie folgten auf Ermittlungen, die die Staatsanwaltschaft Rom im vergangenen August gegen einen 46-jährigen Mann aus Lecce eingeleitet hatte, der wegen Drohungen gegen Mattarella angezeigt wurde. Zahlreiche Postings im Zeitraum zwischen April 2020 und Februar 2021 wurden untersucht.

Die Ermittlungen erfolgten auch dank des Einsatzes der „Abteilung für Straftaten im Internet“ der Carabinieri. Zu den Angeklagten zählten einige Anhänger des rechtsextremen Milieus sowie Journalisten, Studenten, Geschäftsleute und ein 53-jähriger Geschichtsprofessor an der Universität Molise, der über die sozialen Plattformen Kontakte zu antisemitischen Gruppen pflegte.

apa

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