Beim traditionellen Sommertreffen der Generation 60+ der Südtiroler Volkspartei ist es in diesem Jahr um zentrale Fragen der Seniorenpolitik gegangen. Mitglieder des Landesseniorenausschusses tauschten sich gemeinsam mit Parteiobmann Dieter Steger, Landesvorsitzendem Otto von Dellemann, Landesrätin Rosmarie Pamer und Landesgeschäftsführer Martin Karl Pircher über aktuelle Herausforderungen und politische Anliegen aus.<BR /><BR />„Die Generation 60+ ist keine Zuschauerin der Politik, sondern ein aktiver Teil ihrer Gestaltung“, betonte Otto von Dellemann. Zusammenhalt und gemeinsame Verantwortung seien entscheidend, um die Zukunft Südtirols mitzugestalten.<h3> Forderung nach besserer finanzieller Absicherung</h3>Ein Schwerpunkt der Diskussion war die soziale und finanzielle Absicherung älterer Menschen. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten fordert die Generation 60+ eine weitere Verbesserung der Rentenaufstockung in Südtirol sowie eine Reform des staatlichen Rentensystems. Altersarmut müsse konsequent bekämpft und die finanzielle Sicherheit im Alter gewährleistet werden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1348317_image" /></div> <BR /><BR />Konkret geht es auch um die Berechnung der Unterstützung für Menschen mit Mindestrenten. Die Generation 60+ unterstützt dabei die Forderung des Seniorenbundes, die selbst bewohnte Erstwohnung bei der Berechnung der EVEE auszunehmen.<BR /><BR />Aus Sicht der Seniorenvertretung könne eine selbst genutzte Wohnung dazu führen, dass Menschen trotz eines tatsächlichen Unterstützungsbedarfs aufgrund der Berechnungsmodalitäten von Leistungen ausgeschlossen werden. Gefordert wird deshalb eine Regelung, die die tatsächliche finanzielle Situation der Betroffenen stärker berücksichtigt.<h3> Weniger starre Altersgrenzen</h3>Auch der Abbau von Altersgrenzen, die aus Sicht der Generation 60+ sachlich nicht mehr gerechtfertigt sind, wurde thematisiert. Viele Menschen seien heute länger gesund, aktiv und bereit, ihre berufliche oder gesellschaftliche Erfahrung einzubringen.<BR /><BR />Die Generation 60+ versteht sich deshalb nicht ausschließlich als Interessenvertretung älterer Menschen. Vielmehr wolle sie ihre Erfahrung und Perspektive auch weiterhin aktiv in die Entwicklung des Landes einbringen.<BR /><BR />Positiv bewertet wurde in diesem Zusammenhang die Einsetzung der Seniorenbeauftragten Vera Tronti auf Grundlage des Landesgesetzes vom 18. Mai 2026, Nr. 31. Sie soll die Interessen älterer Menschen stärken und als zentrale Anlaufstelle dienen.<BR /><BR />Weitere Themen des Treffens waren der assistierte Suizid sowie gefälschte Sprachzertifikate.<h3> Steger: „Gemeinsam Verantwortung übernehmen“</h3>Parteiobmann Dieter Steger richtete den Blick auf die kommenden politischen Herausforderungen für die SVP. Mit Blick auf das Wahlgesetz, die Ortsausschusswahlen und die bevorstehenden Parlamentswahlen sei es wichtig, geschlossen und entschlossen aufzutreten.<BR /><BR />„Geschlossenheit bedeutet nicht, dass alle derselben Meinung sind – sie bedeutet, gemeinsam Verantwortung für Südtirol zu übernehmen“, sagte Steger. Nur mit einer starken und geeinten Volkspartei könne die Zukunft des Landes erfolgreich gestaltet werden, zeigte er sich überzeugt.<BR /><BR />Landesrätin Rosmarie Pamer informierte unterdessen über Maßnahmen für ein selbstbestimmtes Altern, die Unterstützung pflegender Angehöriger und die soziale Teilhabe älterer Menschen. Im Mittelpunkt stünden dabei unter anderem die Pflege zu Hause, die Entlastung pflegender Angehöriger sowie neue Wohn- und Betreuungsangebote.<BR /><BR />„Ein gutes Leben im Alter braucht Sicherheit, Würde und Wahlfreiheit“, erklärte Pamer. Ziel sei es, älteren Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen.<BR /><BR />Zum Abschluss unterstrich Otto von Dellemann die Bedeutung des Engagements der Generation 60+. Sie verfüge über Erfahrung, Einsatzbereitschaft und einen starken Gemeinschaftssinn. Diese Ressourcen wolle man auch künftig nutzen, um sich für die Anliegen älterer Menschen und für ein solidarisches und zukunftsfähiges Südtirol einzusetzen.