Mittwoch, 30. März 2016

„Siamo in Italia“: Die unendliche Geschichte

„Viele im öffentlichen Dienst stehende Italiener haben unzureichende berufsbezogene Deutschkenntnisse und machen nur willkürlich davon Gebrauch.“ Zu diesem vernichtenden Urteil kommt nicht "nur“ die Süd-Tiroler Freiheit immer wieder, sondern nun auch der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages

Stefan Zelger, Sekretär der Landtagsfraktion Süd-Tiroler Freiheit
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Stefan Zelger, Sekretär der Landtagsfraktion Süd-Tiroler Freiheit

Die entsprechende Studie ist seit wenigen Wochen öffentlich zugänglich. Der kleine Haken: „Der Befund stammt aus dem Jahr 1996", so Stefan Zelger, Sekretär der Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit fest. Aber er sei leider immer noch aktuell.

„Die unzähligen Beschwerden wegen Missachtungen der Zweisprachigkeitspflicht, die an die Bewegung herangetragen werden, zeigen, dass sich die Situation in den letzten 20 Jahren nicht verbessert hat. Im Gegenteil: Immer mehr Dienste werden vom Staat digitalisiert und Bürgern wie Unternehmern vorgeschrieben. Viele dieser Dienste werden jedoch ausschließlich in italienischer Sprache angeboten!“

Kündigen nur auf italienisch

Als letztes Beispiel nennt Zelger die elektronische Kündigung von Arbeitsverhältnissen, welche ein einsprachiges Bürokratiemonster sei. Aber auch sonst komme es ständig zu Problemen: „Ob beim NISF, dem Krankenhauspersonal oder den Carabinieri - die ‚Siamo-in-Italia-Mentalität‘ hält sich nach wie vor hartnäckig. Die Pflicht zur Zweisprachigkeit, eine Säule der Autonomie, wird munter und ohne Folgen ignoriert“, gibt die Süd-Tiroler Freiheit zu bedenken.

stol

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