Die Staatsanwaltschaft in Palermo hatte elf Jahre Haft für den Angeklagten gefordert. Dell'Utri soll Verbindungen zur Mafia unterhalten haben.Massimo Ciancimino, Sohn des mit der Mafia verstrickten verstorbenen Bürgermeisters von Palermo Vito Ciancimino, hatte vor dem Gericht in Palermo ausgesagt, dass Dell'Utri im Auftrag des italienischen Staates mit Mafiosi verhandelt hatte, um weitere Anschläge wie jene des Jahres 1992 zu verhindern, bei denen die Staatsanwälte Giovanni Falcone und Paolo Borsellino getötet worden waren. Dell'Utri, Senator der Berlusconi-Partei PDL war wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit der Mafia bereits zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden, legte jedoch gegen das Urteil Berufung ein.Ciancimino berichtete, dass der einflussreiche Mafia-Pate Bernardo Provenzano den Behörden geholfen habe, im Jahr 1993 die langjährige Nummer Eins der Cosa Nostra, Toto Riina, festzunehmen. Dafür hatte er eine Art von Immunität von den Justizbehörden erhalten. Die Aussagen Cianciminos vor Gericht werfen ein beunruhigendes Licht auf die Verstrickungen zwischen Mafia und Politik. Ciancimino berichtete über die Freundschaft seines Vaters mit Provenzano.stol/apa