„Damit wurde dem Versuch der SVP, unüberwindbare Unterschriftenhürden für künftige Volksabstimmungen einzuführen ein Riegel vorgeschoben. Der noch stärkeren Bevormundung durch die SVP wurde eine Absage erteilt“, so Pöder, der selbst zu den Promotoren der Landesvolksabstimmung gehörte.Ein Wermutstropfen ist nach Ansicht des Landtagsabgeordneten Pöder die geringe Wahlbeteiligung. „Bei den ersten Südtiroler Volksabstimmungen im Jahr 2009, bei denen die Union damals drei der fünf Referenden vorgelegt hatte, nahmen noch fast 40 Prozent der Bürger teil, trotz Boykottaufrufs der SVP und der Landesregierung. Jetzt ging nur mehr knapp mehr als ein Viertel der Bevölkerung zur Volksabstimmung. Besonders die Verweigerungshaltung der SVP für einen Volksabstimmungswahlkampf und auch die Komplexität der Materie Volksabstimmungen sind mit Schuld an der geringen Wahlbeteiligung“, so Pöder.„Alle Landtagsparteien sind nun aufgerufen, zusammen mit den Initiativen außerhalb des Landtages ein für die Bürger vernünftiges und verständliches Gesetz zur Direkten Demokratie zu schaffen“, fordert der Abgeordnete.Er kündigt an, den Gesetzentwurf der BürgerUnion, den diese damals noch als Union für Südtirol 2009 zur Landesvolksabstimmung vorgelegt und den er in der vergangenen Legislaturperiode im Landtag eingebracht hatte, wiederum als Vorschlag im Landtag einbringen zu wollen.„Darin sehen wir unter anderem niedrigere Zugangshürden für Volksabstimmungen, Volksabstimmungen über Großprojekte und eine Reihe weiterer Beteiligungsinstrumente vor“, so Pöder abschließend.