Seit dem Zusammenbruch der Gemeindeverwaltung befindet sich die Lega Nord im Wahlkampfmodus. Richtig in Schwung kam das Buhlen um Wählerstimmen am Donnerstag: Bürgermeisterkandidat Carlo Vettori hatte sich den Chef der Grünhemden, Matteo Salvini, als Wahlkampftrommler in die Landeshauptstadt geholt. Salvini erklärte, dass die Demokratische Partei derzeit dabei sei, die Autonomie auszulöschen. „Ministerpräsident Matteo Renzi will mehr Zentralismus“, sagte er. „Unser Hauptthema jedoch ist die Autonomie. Diese gilt es auszubauen und zu erhalten. Wir wollen mit anderen politischen Kräften daran arbeiten und machen dabei keinen Unterschied zwischen Deutsch oder Italienisch“, erklärte er.Bei der Wahlveranstaltung im Rainerum wurde der Lega-Chef dann noch deutlicher und warf Ministerpräsident Matteo Renzi und seiner Mannschaft vor, eine „Regierung von Rassisten zu sein“, da „sie gegen die eigenen Leute arbeiten. Wir leben in einer Zeit, in der wir zuerst auf unserer Leute schauen sollten und dann auf die anderen“, meinte Salvini. Sollte die Lega in Bozen das Rennen machen, und „davon bin ich überzeugt, dann wird dies Auswirkungen auf ganz Italien haben“, prophezeite der Lega-Chef._______________________________________________________Mehr über den Besuch von Matteo Salvini in Bozen und über seine Verbalattacken, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der „Dolomiten“.