„Es freut mich vor allem, dass wir Verstärkung bekommen haben“, so Albrecht Plangger am Dienstag am SVP-Parteisitz. Dort stand man der Presse Rede und Antwort.Mit „Verstärkung“ meinte Plangger vor allem Manfred Schullian. Es war erst in der Nacht klar geworden, dass er den Sprung nach Rom schaffen werde - für die SVP aber auch für Schullian selbst eine überraschende Nachricht, er habe zuerst an einen „Scherz von Kollegen“ gedacht, erklärte er gegenüber STOL.„Karl ist unser Lehrmeister“In der Abgeordnetenkammer sitzen – mit Ausnahme von Zeller und Berger – allesamt neue Gesichter.„Zeller tut mir als Einziger in dieser Runde leid: Er muss uns nämlich das Parlamentshandwerk lehren“, scherzte Plangger. „Wir sind in einer Zwergschule, Karl ist unser Lehrmeister.“Zu den Neuen gehört auch Renate Gebhard. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst und werden unsere Arbeit mit dem größtmöglichen Einsatz beginnen“, unterstrich sie am Dienstag.Die Autonomie stehe natürlich im Zentrum, sie selbst wolle sich daneben aber auch für die Familien- und Rentenpolitik einsetzen.Daniel Alfreider vertritt erstmals die ladinische Sprachgruppe im römischen Parlament. „Es ist an der Zeit“, so Alfteider. „Wir brauchen wieder mehr Nähe zu unseren Leuten.“Berger: „Sobald als möglich loslegen“Ein „alter Hase“ im Politikgeschehen ist hingegen Karl Zeller. Für ihn ist es bereits der sechste Wahlkampf, „allerdings der schwierigste“, wie er am Dienstag selbst meinte.Zeller lobte besonders das Abkommen zwischen SVP und PD, „das Beste, was wir in den letzten 20 Jahren gemacht haben.“„Sobald als möglich loslegen“ möchte Hans Berger. „Ich hoffe, dass wir in Rom schnell und so sinnhaft wie möglich etwas für Südtirol erreichen können.“Der ehemalige Landesrat freut sich vor allem über die Bestätigung durch die jungen Wähler in Südtirol. „Ich hatte Angst, dass unsere Jugend in eine andere Richtung wählt. Sie hat aber verantwortungsvoll und realistisch gewählt“, so Berger.Francesco Palermo wurde als gemeinsamer Kandidat von SVP und PD in die Kammer gewählt. „Ich bin besonders stolz darauf, dass beide Sprachgruppen in meinem Wahlkreis entschieden hinter dem Projekt gestanden sind.“Und auch Patt-Kandidat Mauro Ottobre freut sich auf die Arbeit in Rom im Team der SVP. Für ihn sei mit dem Kammersitz ein Traum wahr geworden, so der Trentiner: „Schlachten gewinnt man nie alleine, man gewinnt sie gemeinsam.“ba