Dienstag, 11. Juni 2019

Sind Nettozahler, nicht Schmarotzer

Wie oft wurde Südtirol von Nationalisten als Schmarotzer des italienischen Staates an den Pranger gestellt. Jetzt dürfte damit endgültig Schluss sein. Denn die Erhebung des Statistikinstituts der Lombardei, Eupolis, belegt mit Zahlen, dass Südtirol zumindest seit 2018 Nettozahler ist. Das berichtet das Tagblatt "Dolomiten" in seiner Dienstagausgabe.

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Foto: © shutterstock

Südtiroler Steuerzahler schicken 1,1 Milliarden Euro mehr nach Rom, als Geld zurückkommt. Das Trentino hingegen ist Nettoempfänger.

Eupolis hat für jede Region bzw. Land die Differenz aus den an Rom bezahlten Steuern und den Ausgaben des Staates, die in Form von Dienstleistungen und Investitionen an das Land bzw. den einzelnen Bürger zurückfließen, errechnet.

Und siehe da: Die absolut Geschröpften unter allen italienischen Regionen sind erwartungsgemäß die Lombarden. Sie zahlen 54 Milliarden Euro mehr, als sie kriegen.

Platz 2 der Weltmeister im Steuerzahlen sind die Bürger der Emilia-Romagna mit 18,8 Milliarden Euro, die auf Nimmerwiedersehen nach Rom fließen, gefolgt vom Veneto mit einer 15,4 Milliarden-Spende an den Staat sowie dem Piemont mit 8,6 Milliarden Spesenbeitrag für den Stiefelstaat.

An 8. Stelle unter den Nettozahlern scheint dann Südtirol auf. Unser Steuerbeitrag für Rom beläuft sich laut Eupolis auf 1,1 Milliarden Euro.

D/lu

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol