„Die Regierung Salvini & Co. will in die Vergangenheit zurückkehren und es Mussolini gleichtun, der 1938 das Rassengesetz verabschiedete, die Sinti – wie Hitler – erfassen und in Konzentrationslager bringen ließ“, sagte Radames Gabrielli, interkultureller Mediator und Präsident von Nevo Drom. Südtirols Sinit-Vereinigungen Nevo Drom, Sinti nel mondo, U Giaven und Nevo Drom Trient hatten gestern zu einer Kundgebung geladen, bei der sie auf sich und ihre Situation aufmerksam machten und zugleich eine Botschaft an die Regierungen vermittelten: Es braucht keine Zählung, mit der schon damals das Unheil begann. Die Sinti seien Italiener – seit 4 und 5 Generationen, mit gleichen Rechten und Pflichten, mit italienischem Ausweis und mit italienischem Führerschein.„Und wir sind – wie die anderen Italiener – traurig darüber, dass die italienische Fußballmannschaft nicht bei der WM in Russland ist“, sagte Sinti-Vertreter Antonio Reinhard. Er war aus Rimini nach Bozen gekommen. Zu Kundgebungen werde es auch in anderen Städten Italiens kommen. Auch dort forderten die Sinti Integration statt Zählung – und ein Zusammenleben in Frieden.D/br