Freitag, 15. Januar 2021

SJR erfreut über Beschluss zu „Politische Bildung – Schattenwahlen“

Der Südtiroler Jugendring (SJR) ist erfreut, dass die „Schattenwahlen“ so weite Wellen geschlagen haben und in Südtirol verstärkt zum Einsatz kommen sollen.

„Schattenwahlen“ nun auch in Südtirol.
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„Schattenwahlen“ nun auch in Südtirol. - Foto: © SJR
So wurde am Donnerstag im Landtag der Beschlussantrag „Politische Bildung – Schattenwahlen“ genehmigt.

Hierbei wird die Landesregierung dazu aufgefordert, das Konzept der Schattenwahlen, initiiert durch den Südtiroler Jugendring und unter dessen Federführung in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Gemeindenverband flächendeckend fortzuführen und auf alle Wahlen (Europa, Staat, Land, Gemeinde) auszuweiten. Des Weiteren soll dem Beschlussantrag zufolge den Jugendorganisationen durch die Gemeinden die notwendigen finanziellen Mittel für die Durchführung von Schattenwahlen und die dafür notwendigen Vorbereitungsprozesse zur Verfügung gestellt werden. Zudem seien die Ergebnisse der Schattenwahlen wertzuschätzen und entsprechend zu präsentieren, so der Beschlussantrag.

„Es freut und ehrt uns, dass die „Schattenwahlen“ so gut angekommen sind und nun auch ausgeweitet werden sollen“ zeigt sich Tanja Rainer, SJR-Vorsitzende, erfreut.

Rechtlich nicht bindend

„Schattenwahlen sind Wahlen, an denen Menschen ihre Stimme abgeben, wissend, dass das daraus resultierende Ergebnis rechtlich nicht bindend ist“ erklärt Tanja Rainer. Der SJR hat die Schattenwahlen parallel zu den Gemeinderatswahlen in Kooperation mit den Gemeinden und den Jugenddiensten, Jugendtreffs, Ortsjugendringen und Jugendbeiräten vor Ort in sechs Gemeinden Südtirols durchgeführt: Eppan, Lana, Kaltern, Truden, Klausen und St. Martin in Passeier ließen Jugendliche „zur Wahl“ schreiten.

Auf diesen Wahlgang wurden die Jugendlichen zudem vom SJR vorbereitet. Im Vorfeld wurde nämlich in jeder der 6 Gemeinden Jugendliche zu einer Ideenwerkstatt eingeladen. In dieser wurden Ideen, Wünsche und Anliegen der Jugendlichen gesammelt und in einem anschließenden Austausch, zu dem die Kandidaten aller Parteien eingeladen worden sind, diskutiert. „Um die Nachhaltigkeit dieses Projektes zu garantieren, werden den gewählten politischen Vertreter/innen die Ergebnisse der Schattenwahlen und der Ideenwerkstatt ausgehändigt“ so Kevin Hofer, SJR-Geschäftsführer.

So meinten die Antragssteller des Beschlusses Magdalena Amhof, Gert Lanz, Jasmin Ladurner, Franz Locher, Helmut Tauber und Manfred Vallazza, dass mit Projekten wie diesen Jugendliche für Politik sensibilisiert und politisches Interesse geweckt werden könne. „Genau das ist auch unser Ziel: Gemeindepolitik für alle Jugendliche erlebbar machen und darüber hinaus zur Thematisierung jugendpolitischer Themen vor Ort beitragen“ so Rainer. Der SJR freut sich auf die Umsetzung des Beschlussantrages.


stol