Mittwoch, 04. Juli 2018

SJR: „Jugend muss mehr eingebunden werden“

Der Südtiroler Jugendring (SJR) hat gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen einen „Anliegenkatalog“ für die kommende Legislaturperiode des Südtiroler Landtags mit 9 zentralen Anliegen erarbeitet. Vorgestellt wurde dieser am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz.

Am Mittwoch wurde der "Anliegenkatalog" des SJR vorgestellt. - Foto: DLife
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Am Mittwoch wurde der "Anliegenkatalog" des SJR vorgestellt. - Foto: DLife

Handlungsbedarf sieht der SJR in den Bereichen Partizipation, Wohnen, Raumordnung und Landschaftsschutz, Inklusion, Ehrenamt, Familie, Bildung und Schule, Folgeabschätzung von politischen Entscheidungen sowie Arbeit.

„Jugend-Check“ auch in Südtirol

Beim Anliegen, den sogenannten „Jugend-Check“ auch in Südtirol einzuführen, geht es darum, dass Gesetzesvorhaben vorab auf ihre Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche zu überprüfen sind.

„Der ‚Jugend-Check‘ gilt in Österreich schon seit 2013 für neue Gesetze. Angelehnt daran soll auch in Südtirol ein solcher verpflichtend vorgesehen werden, um die Auswirkungen von Gesetzen auf Kinder und junge Erwachsene überprüfen zu können“ fordert Martina De Zordo.

Inklusion und Partizipation

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Inklusion. „Diesbezüglich geht es uns vor allem um drei Dinge: Die Erarbeitung von Integrationskonzepten für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, den Ausbau der Begleitung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge und die Schaffung von genügend Einrichtungen für junge Erwachsene und Jugendliche mit Beeinträchtigungen“ so Vanessa Macchia, die stellvertretende SJR-Vorsitzende. 

Auch im Bereich „Raumordnung und Landschaftsschutz“ setzt der SJR auf Partizipation. „Bei der Erarbeitung von Entwicklungsprogrammen und Durchführungsplänen sind Interessenverbände und die Bevölkerung, besonders auch Jugendliche, einzubeziehen“ fordert Michael Kaun, SJR-Vorstandsmitglied.
 
Wohnen und Arbeit

Ebenfalls auf dem Anliegenkatalog zu finden sind die beiden Punkte „Wohnen“ und „Arbeit“. „Es geht darum, junge Menschen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen – und dafür muss diesen leistbares Wohnen ermöglicht werden“, so Tanja Rainer.

„Was das Thema ‚Arbeit‘ betrifft, so sollte dieses verstärkt auch zu einem Thema der jungen Menschen gemacht werden – auch über den Weg der Schule“, erklärte Rainer.

Katharina Van Rossem, SJR-Vorstandsmitglied, ging auf die Anliegen im Bereich „Familie“ und „Bildung und Schule“ ein. So fordert der SJR unter anderem eine echte Wahlfreiheit in Bezug auf die Kindererziehung wie auch die Schaffung von familienfreundlichen Arbeitsplätzen.

stol/lcm

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