Montag, 06. Mai 2019

Slowakei verschiebt Start neuer Atomreaktoren in Mochovce

Die Slowakei verschiebt den Betriebsbeginn des von Österreich kritisierten 3. und 4. Blocks des Atomkraftwerks Mochovce. Bundeskanzler Sebastian Kurz zeigte sich vorerst zufrieden: „Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir werden allerdings nicht lockerlassen bis alle unsere Sicherheitsbedenken geklärt sind”, betonte er gegenüber der APA.

Die slowakischen Atomreaktoren erregen Aufsehen Foto: APA (AFP)
Die slowakischen Atomreaktoren erregen Aufsehen Foto: APA (AFP)

Die zuletzt für Juni vorgesehene Inbetriebnahme von Block 3 verzögert sich nach Angaben des Generaldirektors der Betreiberfirma Slovenske Elektrarne (SE), Branislav Strycek, mindestens bis November 2019, möglicherweise sogar bis März 2020, zitierten Medienvertreter den Firmenchef. Grund seien nach Stryceks Angaben vor allem erwartete Einsprüche aus Österreich gegen die Betriebsgenehmigung, die das slowakische Atomaufsichtsamt UJD demnächst erteilen sollte. Die Blöcke 3 und 4 des Atomkraftwerks sollten ursprünglich schon 2012 und 2013 in Betrieb gehen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) betonte gegenüber der APA, dass Atomstrom keine nachhaltige, sondern eine gefährliche Form der Energiegewinnung sei. Hier gehe es um die Sicherheit der Österreicher. „Wir fordern volle Transparenz und Zugang für internationale Inspektoren. Das werde ich mit dem slowakischen Premierminister Peter Pellegrini am Donnerstag in Sibiu auch besprechen”, so Kurz.

apa/dpa

stol