Weiters soll ein Mechanismus zur automatischen Inflationsanpassung für alle öffentlich Bediensteten eingeführt werden. <BR /><BR />Heute will die Landesregierung formell den Auftrag geben, die Vertragsverhandlungen mit den Lehrern zu beginnen. Dazu sollen so bald wie möglich Sitzungen mit den Gewerkschaften einberufen werden. Inzwischen gebe es jede Menge positive Signale aus den Schulen, dass Ausflüge, Referententätigkeiten, usw. wieder aufgenommen werden, meinte Kompatscher. „An manchen Schulen wurden sie nie zur Gänze eingestellt. Auch wir wollen nun einen Schritt setzen und entgegenkommen.“ Pro Jahr stehen für die Lehrer 110 Millionen Euro zur Verfügung. <h3> Jährliche Anpassung für öffentlich Bedienstete</h3>Weiters sei es geplant einen Mechanismus zur automatischen Anpassung an die Inflation für alle öffentlich Bediensteten einzuführen. Damit soll die Inflation teilweise ausgeglichen werden, erklärte der Landeshauptmann. Ein hundertprozentiger Inflationsausgleich – eine „scala mobile“ wäre gesetzlich gar nicht möglich, diese habe in der Vergangenheit zu hoher Staatsverschuldung geführt. <BR /><BR />Ziel sei es, dass man „nicht immer hinterher größere Nachzahlungen machen muss“. Auch dieser Tisch werde so bald wie möglich einberufen. Im März werde es dafür eine Haushaltsänderung geben – mit dem die Geldmittel dafür bereitgestellt werden. <h3> Brain Drain: Das jährliche Minus von 600 Akademikern </h3>Was den „Brain Drain“ betrifft, so trat der Landeshauptmann Behauptungen entgegen, wonach jedes Jahr 2500 Akademiker Südtirol verlassen – laut anderen Berichten sogar „eine ganze Stadt jährlich“ verloren gehe. Der Negativsaldo liege aber immerhin bei 800 Personen pro Jahr. Im Unterschied zu früher sei in jenen Ballungsräumen, wo man studiert, die Nachfrage nach Fachkräften so groß wie sie nie vorher war, berichtete der Landeshauptmann. <BR /><BR />„Man reißt diese Studenten direkt aus den Unis heraus und bietet ihnen Nebenjobs neben dem Studium an, um sie schon an Unternehmen zu binden.“ Es stimme somit nicht, dass es eine „Flucht aus Südtirol gibt, wo die Dinge nicht funktionieren“, betonte Kompatscher. Südtirol habe viele „tolle Betriebe, die auch gute Löhne zahlen – das muss aber bekannter gemacht werden. <BR /><BR />Zudem müssen wir den Kontakt mit den Studierenden stärker halten. Es besteht aber absolut kein Grund, schwarz zu malen.“ Wichtig sei es, Fachkräfte aus dem Ausland zurück zu werben – und günstige Mietwohnungen anzubieten.<h3> Das sagt Kompatscher zu einzelnen Stichworten:</h3><b>Olympia 2026</b>: „Ein Fest des Sports und hoffentlich auch des Friedens sowie auch eine Möglichkeit für uns, ganz vieles zu realisieren, was wir schon lange wollten uns aber nicht haben leisten können.“<BR /><BR /><b>Stahlwerke</b>: „Ein Unternehmen, das die Unternehmensinteressen verfolgt – wir haben das öffentliche Interesse zu verfolgen. Ich sehe Möglichkeiten für eine gute Lösung. Wenn wir den Fall Twenty lösen konnten, dann ist das dagegen eine leichte Übung. Wir haben das öffentliche Interesse im Auge, sind aber durchaus daran interessiert, dass es weiterhin diese Industrieproduktion in Südtirol geben soll.“<BR /><BR /><b>Autonomiereform</b>: „Ein großer Fortschritt für Südtirol – hoffentlich wird sie 2026 zu Ende gebracht.<BR /><BR /><b>Das Unbehagen der Italiener</b>: „Ist ein Gefühl und über Gefühle braucht man nicht rational oder mit Statistiken zu reden. Wenn es vorhanden ist, dann ist es auf jeden Fall ernst zu nehmen und zu analysieren, was dazu führt. Ich glaube, Südtirols Autonomie dient eindeutig natürlich dem Minderheitenschutz, aber kommt allen hier lebenden Menschen zugute. Und ich denke, das muss für alle auch spürbar sein und wo das noch nicht gelungen ist, sollten wir daran arbeiten.“<BR /><BR /><b>„Spending Review“</b>: „Wir sind mitten in der Arbeit und setzen laufend Maßnahmen im Sinne der Spending Review. Spending Review ist nicht ein Beschluss, sondern eine laufende Tätigkeit.“ <BR /><BR /><b>Koalitionsabkommen</b>: „Es hält – und wir arbeiten gemäß Regierungsprogramm.“