Montag, 16. Dezember 2019

Solland Silicon: Wie geht es weiter?

Wie geht es nach dem Abbau von Solland Silicon weiter? Das war das zentrale Thema eines Treffens der Gewerkschaftsbünde bei Landeshauptmann Arno Kompatscher am Montag. Im Vordergrund: Langfristige Beschäftigungsperspektiven für die Mitarbeiter.

Bei einem Treffen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher ging es vor allem um die Zukunft der ehemaligen Beschäftigten von Solland Silicon.
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Bei einem Treffen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher ging es vor allem um die Zukunft der ehemaligen Beschäftigten von Solland Silicon. - Foto: © ki

Seit dem 10. September ist klar, dass die Industrieanlage des Betriebes Solland Silicon bei Meran abgebaut und somit die Tätigkeit nicht mehr fortgesetzt wird.

Wie es nun weitergehen soll, wurde am Montag bei einem Treffen zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher, den Südtiroler Gewerkschaftsbünden SGB, AGB und UIL sowie Vertretern der landeseigenen Gesellschaft Ecocenter S.p.A. diskutiert.

„Es geht darum, den ehemaligen Mitarbeitern der Solland eine langfristige Beschäftigung zu sichern. Das war immer unser Anliegen und bleibt es auch jetzt“, erklärte Kompatscher.

Die Ecocenter beschäftigt bereits seit Juli dieses Jahres die Mitarbeiter der Industrieanlage mit unbefristeten Arbeitsverträgen. „Wir sind mit der Ecocenter im Gespräch, um nach langfristigen Lösungen zu suchen“, sagte der Landeshauptmann.

Ziel sei es, für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter einen möglichst angemessenen, adäquaten Arbeitsplatz zu finden.

Treffen zugesichert, Streiks abgesagt

Um diese Schritte gemeinsam zu besprechen, sicherte der Landeshauptmann ein weiteres Treffen mit der Belegschaft zu – allerdings unter der Voraussetzung, dass nicht erneut über eine Wiederaufnahme des Siliziumwerkes diskutiert wird: „Es muss endlich akzeptiert werden, dass es im Konkursverfahren keinen Bieter gegeben hat, der an der Fortführung der Anlage interessiert war,“ sagte Kompatscher.

Im Gegenzug zur Zusage des Landeshauptmannes erklärten sich die Gewerkschaftsvertreter bereit, den Streik abzusetzen und künftig nicht nur für die Sicherheit des Betriebes, sondern auch die Entleerung der chemischen Stoffe zu sorgen.

Wie berichtet, hatte das Konkursgericht am 10. September der Firma AL-Invest Meran den Zuschlag für den Abbau der Industrieanlage und die Bonifizierung des Areals erteilt.

Spätere Ansprüche anderer Unternehmen hatte das Landesgericht abgelehnt. Nach der Sanierung wird das Gelände als Gewerbefläche verkauft.

lpa/liz