Ziel ist es, Ende August – und damit genau zu Schulbeginn – die Auszahlungen vorzunehmen, und zwar rückwirkend ab 1. Jänner 2026.<BR /><BR />Es waren die Bildungslandesräte, die gestern auf eine halbstündige Sondersitzung der Landesregierung gedrängt hatten, um jenen Teilvertrag zu genehmigen, auf den man sich am Verhandlungstisch bereits Ende Mai geeinigt hatte. Die Frage, warum man damit nicht bis zur ordentlichen Sitzung der Landesregierung am Freitag hätte warten können, beantwortet Landesrat Philipp Achammer mit Zeitdruck. Der Vertrag muss jetzt noch den Sanctus des römischen Bildungsministeriums sowie des Rechnungshofes erhalten. „Jeder Tag, der dabei gewonnen wird, ist wertvoll, denn wir wollen so schnell wie möglich auszahlen.“ Zudem wurde der ökonomische Vertrag für den Landesbereich (Kindergarten, Musik-, Berufsschulen, Mitarbeiter für Integration, Sozialpädagogen) vor zehn Tagen von der Regierung gutgeheißen und man wollte nicht, dass zwischen der Genehmigung beider Verträge zu viel Zeit verstreicht. <h3> 70 Seiten Begründung für Rechnungshof</h3>Während der Landesbereich entschieden hat, jedem 400 Euro brutto monatlich mehr zukommen zu lassen, haben die Gewerkschaften für die Staatslehrer mit dem Land eine gestaffelte Zuteilung beschlossen. Mit ihr erhöht sich das Bruttojahresgehalt von Lehrkräften an den Grund-, Mittel- und Oberschulen zwischen 2.000 Euro (Neueinsteiger ohne Studium bzw. Lehrbefähigung) und 7.585 Euro brutto jährlich. Besonders deutlich fällt die Erhöhung für Berufseinsteiger mit Studium bzw. Lehrbefähigung aus, die auf Anhieb der nächsthöheren Dienstaltersstufe gleichgestellt werden. Damit unterscheidet man sie von Supplenten. In den meisten Fällen liegt die Erhöhung aber zwischen 5.300 und 6.000 Euro brutto mehr im Jahr.<BR /><BR />Dem Vertrag beigelegt ist ein 70 Seiten umfassender Anhang. Immerhin gilt es vor allem für den Rechnungshof zu begründen, weshalb das Land eine reale Lohnerhöhung vornimmt, ohne im Gegenzug Mehrarbeit vorzusehen. „Das haben wir gut und ausführlich gerechtfertigt, um für Beanstandungen möglichst wenig Spielraum zu lassen. Schule hat sich in den letzten Jahren stark verändert, die Schüler mit Diagnosen haben stark zugenommen, jene mit Migrationshintergrund ebenfalls. Alles wurde viel komplexer“, argumentiert Achammer.<BR /><BR />Bleibt die Frage, wann die Staatslehrer mit der Auszahlung rechnen können. Inoffiziell hieß es, die Landesregierung peile eine Auszahlung der Summen von Jänner bis August für Ende August an. Ab dann wird es eine strukturelle monatliche Erhöhung. Pünktlich zu Schulbeginn wäre es ein gutes Signal an die Schulwelt und für ein neues Schuljahr, in dem es ohne Proteste und Ausbleiben von Ausflügen abgehen soll. Noch offen ist der zweite Vertrag, mit dem eine Annäherung des Gehalts der Staats- an jenes der Landeslehrer erreicht werden soll.