Montag, 11. Januar 2021

SOS Méditerranée zu neuem Einsatz ausgelaufen

Die Rettungsorganisation SOS Méditerranée ist mit der „Ocean Viking“ wieder ins zentrale Mittelmeer ausgelaufen, um in Seenot geratene Migranten vor dem Ertrinken zu retten. Das Schiff mit 22 Besatzungsmitgliedern sei am Montag vom französischen Hafen von Marseille aus in See gestochen, teilte die Organisation mit.

Das Schiff mit 22 Besatzungsmitgliedern sei am Montag von Marseille aus in See gestochen, teilte die Organisation mit.
Das Schiff mit 22 Besatzungsmitgliedern sei am Montag von Marseille aus in See gestochen, teilte die Organisation mit. - Foto: © ANSA / TWITTER SOS MEDITERANEE/ FLAVIO
„Wir blicken mit gemischten Gefühlen auf den bevorstehenden Einsatz“, sagte die politische Referentin der Organisation, Jana Ciernioch, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind erleichtert, dass wir nach fünf Monaten Blockade jetzt wieder retten können.“

Die Bedingungen während der globalen Corona-Pandemie brächten allerdings auch Unsicherheiten für den Einsatz mit sich. Es sei weiterhin ungeklärt, wo die Menschen nach einer Rettung hingebracht werden könnten. „Es gibt keine wirkliche Lösung für die humanitäre Katastrophe im zentralen Mittelmeer“, kritisierte sie.

Ende Dezember des vergangenen Jahres hatten die italienischen Behörden die „Ocean Viking“ wieder freigegeben. Sie hatten das Schiff zuvor am 22. Juli mit der Forderung festgehalten, umfassend nachzurüsten. Bis dato waren die Helfer seit August 2019 im Einsatz, um in Seenot geratene Bootsmigranten zu retten.

dpa