Er habe, so Spagnolli, zwei Wochen lang weder mit den Medien gesprochen, noch die Berichterstattung verfolgt, um die schwierigen Verhandlungen möglichst unbeeinflusst führen zu können.Der frühere Stadtrat mit elf Mitgliedern habe gut gearbeitet, mit dem auf sieben Mitglieder verkleinerten Stadtrat werde es eine andere Arbeitsmethodik geben, bei der die Stadträte die Supervison über ihre Ressorts haben und die Arbeit der Führungskräfte aufgewertet wird.„Die Sessel in der Politik sind aber bei weitem nicht so bequem, wie es den Anschein hat“, unterstrich Spagnolli und führte seinen Vorgänger Giovanni Salghetti Drioli als Beispiel an, der für das Bürgermeisteramt auf Geld, Gesundheit und ein ruhigeres Leben verzichtet habe. „Es wird“, so Spagnolli, „immer schwieriger werden, Menschen zu finden, die sich der Politik zur Verfügung stellen.“Der von elf auf sieben verkleinerte Stadtrat berücksichtige die poltischen Gleichgewichte sehr genau, betonte er. Es gebe zwei starke Blöcke – den PD und die SVP - und einen dritten ebenso stark vertretenen Block der anderen Parteien.Innerhalb der Koalition sei sehr gerecht verteilt worden, zumal man die Ressorts auch nach Kompetenz und Sensibilitäten vergeben habe.Der Bürgermeister nannte den Kulturbereich als Beispiel für eine revolutionäre Entscheidung; die Grünen hätten sich schon immer für das Zusammenleben eingesetzt - für Interkulturalität, nicht für eine Mischkultur, und das sei auch die Richtung, die man in Bozen gehen wolle.„Die neue Amtsperiode wird nicht einfach werden, denn die Ressourcen werden weniger, wir müssen aber weiterhin dasselbe anbieten“, so Spagnolli. Deshalb werde es sehr wichtig sein, im Stadtrat als Team zu arbeiten. stol