Bis 2014 soll der Staatshaushalt um insgesamt 102 Milliarden Euro entlastet werden. Dies geht aus den Budgetplänen für die kommenden zwei Jahre hervor, die das Kabinett von Ministerpräsident Mariano Rajoy am Freitag in Madrid verabschiedete.In den Haushaltsentwürfen sind allerdings die kürzlich beschlossenen Sparmaßnahmen enthalten, die unter anderem eine Anhebung der Mehrwertsteuer und die Streichung von Sondervergütungen im öffentlichen Dienst vorsahen. Die EU-Kommission hatte von Madrid die Vorlage der Haushaltspläne für 2013 und 2014 verlangt und Spanien im Gegenzug beim Abbau des Budgetdefizits ein Jahr mehr Zeit gegeben.Die in Brüssel vorgelegten Pläne gehen davon aus, dass Spaniens Wirtschaft 2013 um 0,5 Prozent schrumpft und 2014 ein Wachstum von 1,2 Prozent erzielt. Madrid will die Neuverschuldung von 8,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011 bis 2014 auf 2,8 Prozent senken.Rajoy schließt Hilftsantrag bei EU nicht ausAm Freitagnachmittag hatte der Ministerpräsident ein neues Gesuch um EU-Hilfen nicht mehr grundsätzlich aus. Rajoy betonte: „Ich habe noch keine Entscheidung getroffen.“ Der konservative Regierungschef reagierte damit auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), auf den Anleihemärkten nur dann zugunsten angeschlagener Euro-Staaten zu intervenieren, wenn die jeweiligen Länder beim EU-Rettungsfonds einen Antrag auf Hilfen stellen. Spanien hat die EU bereits um Beistand bei der Rettung maroder Banken gebeten. dpa