Im Zentrum von Madrid weigerten sich Demonstranten, die gewählten Abgeordneten und Bürgermeister anzuerkennen. „Nein, nein, sie repräsentieren uns nicht“, skandierten in der Nacht zum Montag die Bewohner eines Protestcamps in Sprechchören auf dem Platz Puerta del Sol im Herzen der spanischen Hauptstadt.Die Demonstranten hatten zuvor entschieden, ihre Proteste für wenigstens eine Woche fortzusetzen. Ihre Zahl war allerdings deutlich geringer als in den vorangegangenen Nächten. Auch in Barcelona und Valencia beschlossen die Bewohner von Protestlagern eine Fortführung ihrer Kundgebungen.Die spanischen Sozialisten von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatten am Sonntag ein historisches Debakel erlebt. Sie verzeichneten das schlechteste Wahlresultat der jüngeren Geschichte. Anhänger der konservativen Volkspartei (PP) forderten einen Rücktritt der Regierung und Neuwahlen. Zapatero räumte die Niederlage seiner Partei ein. Er kündigte aber an, bis zum Ende der Legislaturperiode Anfang 2012 im Amt zu bleiben.apa/dpa