80 Prozent des Landeshaushalts werden inzwischen von den laufenden Kosten aufgefressen. Für den Unternehmerverband ein alarmierendes Signal, grenzt es doch den Spielraum für Investitionen immer mehr ein, die Südtirol dringend brauche. In der Tat sei deren Anteil trotz steigender Haushalte des Landes konstant gesunken.<h3> Konkreter Bericht vorgelegt</h3>Vorschläge, wie man es besser machen könnte und wo Sparpotenziale liegen, unterbreitete gestern Sonderbeauftragter Andrea Zeppa der Landesregierung. 2023 legte er bereits einen generellen Bericht vor, nun einen viel konkreteren.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68145465_quote" /><BR /><BR />Sparen sei aber der völlig falsche Begriff für die Pläne der Landesregierung, sagt der Landeshauptmann. „Wir wollen keinem etwas wegnehmen, sondern Geld dafür ausgeben, wo es am dringendsten nötig ist“, so Arno Kompatscher. Es gehe also um mehr Effizienz beim Geldausgeben. Zeppas Vorschläge bleiben vorerst jedenfalls unter Verschluss. In einigen Wochen sollen sie erst den Sozialpartnern, dann öffentlich präsentiert werden.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68145469_quote" /><BR /><BR />Den Vorwurf des Unternehmerverbandes weist Kompatscher zudem zurück. Der Anteil der Investitionen sei am Haushalt sei zwar in Prozenten gesunken. „In absoluten Zahlen ist er aber gleich geblieben, wenn man die Mittel der EU und aus Rom mit einbezieht.“ <BR /><BR />Die für die Stromnetze zuständige Terna investiere 100 Mio. Euro in Südtirol; die Eisenbahngesellschaft RFI sogar „Milliarden“. Hinzu kämen römische Mittel für das Breitbandnetz und Millionen aus dem Wiederaufbaufonds (PNRR) für Straßen und Gesundheit.