<b>Von Micaela Taroni</b><BR /><BR />Die Täter gingen nach Gangster-Manier vor: Sie drangen mit Waffen in den Hof des Unternehmens ein und bedrohten die Wächter. Komplizen verhinderten zeitgleich das Eintreffen der Polizei, indem sie gestohlene Autos und Lieferwagen seitlich an den Zufahrtsstraßen zum Gelände parkten und in Brand setzten. Außerdem wurden 3-zackige Nägel auf dem Asphalt angebracht, damit die Reifen der Einsatzwagen aufgeschlitzt werden sollten.<h3> Vermutlich Profis aus Osteuropa am Werk</h3> Die Räuber flüchteten in Richtung Autobahn. Die Suche nach den Kriminellen läuft in ganz Norditalien auf Hochtouren, berichteten die Ermittler. Vermutet wird das Werk einer Profibande aus Osteuropa. <BR />Ersten Erkenntnissen der Ermittler zufolge, bestand die Bande aus bis zu 15 Personen.<BR /><BR /> Großangelegte Überfälle dieser Art mit mehreren Kriminellen im Einsatz sind in Italien keine Neuigkeit. Szenen wie im Wilden Westen hatten sich im Juli in der nähe von Brindisi in der Region Apulien abgespielt: Mindestens 10 Kriminelle steckten mehrere Fahrzeuge in Brand und feuerten Schüsse ab, um einen Geldtransporter zu überfallen. <BR /><BR />Die Beute betrug über 3 Millionen Euro. Die Täter – vermutlich 8 bis 10 Personen – konnten entkommen. Verletzt wurde niemand. Die 5 Beschäftigten der Sicherheitsfirma standen unter Schock. Der Geldtransporter wurde damals beschädigt. Mindestens 3 weitere Autos und ein Lieferwagen gingen in Flammen auf. Die Straße blieb für mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt, sodass sich lange Staus bildeten.