Freitag, 31. Dezember 2021

Spesenabrechnung: Druck auf Jasmin Ladurner steigt

Für die SVP-Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner wird es eng. Der interne Druck in der Partei auf die junge Mandatarin steigt, zumal am gestrigen Tag immer mehr Erkenntnisse hinzugekommen sind, die darauf hinweisen, dass sie deutlich mehr als die bisher bekannten 4 Fahrten nicht korrekt abgerechnet haben könnte.

Hinweise deuten darauf hin, dass Ladurner mehr Fahrten nicht korrekt abgerechnet haben könnte – Rücktritt gefordert.
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Hinweise deuten darauf hin, dass Ladurner mehr Fahrten nicht korrekt abgerechnet haben könnte – Rücktritt gefordert. - Foto: © ANSA / Oliver Oppitz photography
Zu einer offiziellen Stellungnahme war Parteiobmann Philipp Achammer am Donnerstag nicht bereit. Dennoch sickerte durch, dass die Drähte zwischen ihm, Jasmin Ladurner und dem Burggräfler Bezirksobmann Martin Ganner heiß gelaufen sind. Und wohl nicht nur zwischen diesen Dreien.

Immer mehr Erkenntnisse sind jedenfalls am Donnerstag dazugekommen und sie zeichnen alle dasselbe Bild: Es könnten deutlich mehr Fahrten als die bekannten 4 nicht korrekt abgerechnet worden sein. Zur Erinnerung: Bei 2 Fahrten zum Regionalrat nach Trient war Jasmin Ladurner im Jahr 2019 vom Abgeordneten Josef Unterholzner mitgenommen worden, dennoch hatte sie die Fahrtspesen bei der Region abgerechnet. Insgesamt 4 solcher „Irrtümer“ soll sie bereits zugegeben und die Rückerstattung der Spesen angeboten haben. Doch verdichten sich die Hinweise, dass ihr bei noch weiteren Fahrten „Fehler“ unterlaufen sein könnten.

Für die Partei jedenfalls ein großer Schaden, den man so nicht einfach hinnehmen kann. Entsprechend, so sickerte durch, soll Parteiobmann Philipp Achammer von Jasmin Ladurner lückenlose Aufklärung und Konsequenzen gefordert haben.

Droht der Rücktritt?

Doch nicht nur die Parteispitze fordert von Jasmin Ladurner Konsequenzen. Auch aus der Basis steigt der Druck. Denn gerade die ehrenamtlichen Parteifunktionäre fühlen sich durch die mutmaßlich falsche Abrechnung veräppelt.

Bleibt abzuwarten, wie lange sich Jasmin Ladurner noch wird halten können. Der Freiheitliche Obmann Andreas Leiter Reber hatte bereits vorgestern ihren Rücktritt gefordert. Und auch Maria Elisabeth Rieder vom Team K erwartet sich von der SVP, dass sie von ihrem Parteimitglied nun Konsequenzen fordert. „Sollten sich diese Vorwürfe als richtig erweisen, dann wäre dies Betrug und mit einer verantwortungsvollen Position als Politikerin nicht vereinbar. Die Bürger erwarten von uns – und das zurecht – einen korrekten Umgang mit den Steuergeldern“, sagt Rieder.

In der SVP selber standen gestern mehrere Konsequenzen im Raum, die von parteiinternen Sanktionen über ein Schiedsgericht eben auch bis zum Rücktritt reichten.

ih