Am Freitagnachmittag meldete sich auch Österreichs Außenminister, Michael Spindelegger, zu Wort und stellte klar, dass der Schutzmachtstatus nicht zur Diskussion stehe.Nur einen Tag zuvor, am Donnerstag, hatten sich Regierungschef Mario Monti und der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann in Rom getroffen.Im Gespräch spielte Südtirol offenbar keine große Rolle. Sehr wohl hatten aber die SVP-Parlamentarier bei einem Treffen mit Faymann klare Worte gesprochen und die zentralistischen Tendenzen der Regierung Monti kritisiert. Die Äußerungen Montis im Kurier-Interview schlugen ein wie eine Bombe: Sowohl die SVP als auch die Opposition übten harsche Kritik an Montis Worten."An Schutzmachtfunktion wird nicht gerüttelt"Spindelegger stellte klar, dass an der Schutzmachtfunktion nicht gerüttelt werde. Aber: Er betonte sehr wohl, dass “auch weiterhin ein Großteil der Probleme, wie jene der Toponomastik, auf nationaler Ebene, zwischen Bozen und Rom”, zu lösen seien.In den vergangenen Jahren habe sich viel getan und vieles verbessert, so der österreichische Außenminister. “Südtirol ist heute eine Modell-Provinz was den Schutz der Minderheiten betrifft”, so Spindelegger, der auch auf das “besondere Verhältnis” zwischen Südtirol und den österreichischen Regierungen verwies.stol