Dienstag, 01. Juni 2021

SPÖ gegen die Diskriminierung von LGBTQ-Community

Die SPÖ hat am heutigen Dienstag mehr Beratung und Schutz vor Diskriminierung für jugendliche Homo- und Bisexuelle sowie Transgender-Personen eingefordert.

SPÖ fordert ein komplettes Verbot  der „Konversionstherapien“ zur „Umpolung“ der sexuellen Orientierung.
SPÖ fordert ein komplettes Verbot der „Konversionstherapien“ zur „Umpolung“ der sexuellen Orientierung. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Es brauche eine flächendeckende Versorgung mit Beratungsstellen für LGBTIQ-Jugendliche, sagte Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner zum Auftakt des „Pride Month“ im Juni. Ebenso forderte die SPÖ ein komplettes Verbot sogenannter „Konversionstherapien“ zur „Umpolung“ der sexuellen Orientierung.

Lindner wie auch SPÖ-Jugendsprecherin Eva-Maria Holzleitner wiesen auf einer Pressekonferenz auch auf die hohe Belastung von jugendlichen LGBTIQ-Personen während der Corona-Pandemie hin. Ein wesentlicher Punkt sei der Wegfall von Supportgruppen gewesen: „Queere Jugendliche haben nicht mehr die Möglichkeit gehabt, in queere Vereinslokale, zu Beratungsstellen zu gehen“, führte Lindner als Beispiele aus.

Jene Jugendlichen, die bezüglich ihrer sexuellen Orientierung in der eigenen Familie keine Unterstützung, sondern Ablehnung erfahren, seien in der Pandemie besonders betroffen gewesen, ergänzte Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle COURAGE und Sprecher des Dachverbandes der Österreichischen Familienberatungsstellen.

Gefordert wird seitens der SPÖ auch ein „voller Schutz vor Diskriminierung“: Es könne nicht sein, dass queere Personen etwa aus Lokalen oder Taxis geschmissen werden oder aufgrund ihrer sexuellen Orientierung keine Wohnung bekommen.

Zu den Konversionstherapien merkte Lindner an, es gebe zwar bereits einen Erlass, der es Ärzten untersagt, solche Therapien anzubieten, es brauche aber auch einen gesetzlichen Schutz und ein grundsätzliches Verbot solcher Therapien. Notwendig sei es auch, dass das Thema LGBTIQ auch in der sexuellen Bildungsarbeit in den Schulen aufgegriffen und wertfrei behandelt werde, so Wahala abschließend.

apa