In einem offenen Brief fordert „Articolo 6“ die Verantwortlichen auf, deutsche und ladinische Sprache und Kultur ausreichend in die Spiele zu integrieren. Der Brief wurde bereits an den Präsidenten und den Geschäftsführer der Olympischen Spiele Mailand-Cortina, Giovanni Malagò und Andrea Varnier, geschickt. <BR /><BR />Gerade wegen seiner internationalen Bedeutung muss Olympia als gutes Beispiel in Sachen Minderheitenschutz vorangehen, heißt es im Brief. Konkret fordert „Articolo 6“ die mehrsprachige Beschilderung an olympischen Stätten. Auch bei Informations- und Werbematerial sowie auf den offiziellen Webseiten sollen stets auch die Minderheitensprachen angewendet werden. <BR /><BR />Laut „Articolo 6“ ist es wichtig, die deutsche und ladinische Kultur in Eröffnungs- und Abschlusszeremonien miteinfließen zu lassen sowie mit lokalen Kulturinstitutionen zusammenzuarbeiten. In olympischen Dörfern und an Wettkampfstätten sollen stets auch Flaggen und andere Symbole lokaler Sprachgemeinschaften gezeigt werden, um einige Punkte zu nennen. Die Vereinigung beruft sich auf Artikel 6 der italienischen Verfassung, der den Schutz von Sprachminderheiten garantiert.