Und auch die „Papierzählung“ war aufwendiger als gedacht. Aktuell haben erst 30 Gemeinden abgeschlossen. <BR /><BR />Bei einer Zwischenstandserhebung Mitte Mai gab es allerdings noch Gemeinden, die mit Online- und Papiererhebung noch bei knapp über 50 Prozent lagen. „Mittlerweile haben aber auch diese Gemeinden aufgeholt“, heißt es aus dem Landesstatistikinstitut. Stand der Dinge aktuell: 30 Gemeinden haben abgeschlossen. <BR /><BR />Zeit für ein erstes Resumeé, denn diese Form der „gemischten“ Erhebung, zuerst online und dann mit Erheberinnen und Erhebern, die von Haus zu Haus gehen, ist zwar in der Statistik nicht neu. Bei der Sprachgruppenerhebung wurde diese Methode jedoch zum ersten Mal angewendet. „Die Online-Erhebung ist eine gute Methode, bei der die betroffenen Personen, so wenig wie möglich gestört werden, da sie zu einem beliebigen Zeitpunkt online teilnehmen können. Viele Personen bevorzugen diese Methode auch bei anderen Erhebungen“, sagt Timon Gärtner, Leiter des ASTAT. Doch die Schwierigkeit bei dieser Erhebung sei der Zugang mittels digitaler Identität gewesen. Dies habe den Zugang nicht für alle Personen möglich gemacht.<BR /><BR />„Anfangs wurde eine vorsichtige Schätzung von 20 Prozent für die online-Teilnahme abgegeben. Diese konnte mit den erreichten 30,6 Prozent überschritten werden. Das entspricht 148.128 Personen, eine beachtliche Zahl. Dafür, dass die online-Phase das erste Beispiel einer digitalen Abstimmung in Südtirol und Italien in dieser Größenordnung war, würde ich durchaus von einem kleinen Erfolg sprechen“, findet Gärtner. <BR /><BR />Das heißt aber umgekehrt auch, dass fast 7 von 10 Personen per Haus zu Haus-Erhebung befragt werden mussten. Oft trafen die Erheber die Personen nicht an und mussten wiederkehren. Auch, so weiß Gärtner, ist es für die Gemeinden nicht so einfach, überhaupt Erheber zu finden. Rund 650 Personen haben diese Aufgabe übernommen.