„Die Volkszählung und die damit verknüpfte Sprachgruppenerhebung ist eine Grundsäule unserer Autonomie. Die Zeiten, in denen sie Anlass zu ethnischer Polemik gab, müssen nun der Vergangenheit angehören.“Das stabile Ergebnis wertet die SVP als deutliches Bekenntnis zur Identität der einzelnen Sprachgruppen.Die Erhebung der Sprachgruppe im Zuge der Volkszählung diente 2011 erstmals nur mehr statistischen Zwecken und nicht mehr der persönlichen Erklärung.„Keine opportunistischen Überlegungen“„Durch die aktuelle Sprachgruppenerhebung wurde das Argument widerlegt, dass opportunistische Überlegungen das Ergebnis stark beeinflusst hätten“, betont SVP-Obmann Richard Theiner.Die Sprachgruppenzählung dürfe laut Theiner nun keinesfalls für Provokationen und Konfrontationen zwischen den Sprachgruppen genutzt werden.„Für das friedliche Zusammenleben aller Südtiroler braucht es klare Regeln“, so Theiner, der den ethnischen Proporz als Grundsäule der Südtirol-Autonomie bezeichnet.„Eine angemessene, gerechte und ausgleichende Vertretung der Volksgruppen in den verschiedensten Bereichen ist unerlässlich“, so der SVP-Obmann.„Denn nur im gegenseitigen Respekt und in einem Klima des Ausgleichs, des Dialogs und der Zusammenarbeit können wir gemeinsam an der Zukunft unseres Landes bauen“, unterstreicht Theiner. Die Südtirol-Autonomie sei eine Autonomie aller hier lebenden Menschen.Als vollkommen unangemessen bezeichnet Theiner die Reaktion der „Südtiroler Freiheit“, welche bereits im Vorfeld der offiziellen Präsentation der Ergebnisse der Sprachgruppenzählung anhand von Mutmaßungen den Bedrohungszustand für die ladinische und deutsche Volksgruppe ausrufen wollte, um politisches Kapital daraus zu schlagen.