Samstag, 15. Juni 2019

Spurensuche nach Tanker-Attacken im Golf von Oman

Nach den mutmaßlichen Attacken auf zwei Tanker im Golf von Oman geht das Rätselraten über die Hintergründe weiter. US-Präsident Donald Trump untermauerte am Freitag (Ortszeit) die US-Sichtweise und sagte in einem Interview mit dem Sender Fox News: „Der Iran hat es getan.“

Nach den mutmaßlichen Attacken geht die Spurensuche weiter. - Foto: AP
Nach den mutmaßlichen Attacken geht die Spurensuche weiter. - Foto: AP

Der geschäftsführende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan stellte in Aussicht, die US-Regierung wolle bald weitere Belege für ihre Einschätzung veröffentlichen, um international Konsens in der Frage herzustellen. Mehrere andere Staaten und internationale Organisationen hielten sich dagegen mit Schuldzuweisungen ausdrücklich zurück und forderten eine genaue Untersuchung der Vorfälle. Der Iran wies jede Schuld von sich.

Bei den Zwischenfällen nahe der Küste des Irans waren am frühen Donnerstagmorgen zwei Tanker beschädigt worden. Die „Front Altair“ geriet nach Explosionen in Brand. Auch der japanische Betreiber der „Kokuka Courageous“ berichtet von zwei Detonationen.

Die genauen Umstände blieben zunächst aber unklar. Die Reederei des norwegischen Öltankers „Front Altair“ schloss mechanisches oder menschliches Versagen als Explosionsursache aus. Was die Detonation ausgelöst habe, sei aber nach wie vor unbekannt und werde untersucht, hieß es.

Die betroffene Meerenge im Golf von Oman, die Straße von Hormus, ist eine der wichtigsten Seestraßen überhaupt. Sie verbindet die ölreiche Golfregion mit dem offenen Meer. Über die Strecke läuft ein großer Teil des weltweiten Öltransports per Schiff. An den Märkten herrschte Unsicherheit angesichts der Krise.

dpa

stol