Sonntag, 10. Mai 2015

St. Ulrich bekommt einen Kommissär: Wahlbeteiligung bei 40,2 Prozent

Das was viele befürchtet haben, ist eingetreten: Nur 40,2 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung von St. Ulrich ist zur Wahl gegangen. Damit ist diese ungültig und ein Kommissär wird ab morgen die Geschicke der Grödner Gemeinde leiten.

Dieses Ergebnis ist aber alles andere als eine Überraschung. Bereits im Vorfeld ging das Schreckgespenst um, dass das benötigte Quorum von 50 Prozent Wahlbeteiligung nicht erreicht wird (STOL hat berichtet) 

Ewald Moroder,  bis jetzt Bürgermeister von St. Ulrich und einziger Kandidat bei den Wahlen vom 10. Mai, sieht das Ergebnis mit gemischten Gefühlen. "Ich persönlich habe jetzt 1000 Probleme weniger", sagt er. "Als Bürgermeister tut es mir aber Leid. Für die gesamten Kandidaten unserer Liste und vor allem für die Gemeinde St. Ulrich", so Moroder weiter. Man hätte bereits ab morgen wieder wichtige Probleme angehen können. So ziehe sich eben alle notwendigen Projekte in die Länge, bedauert er.

"Aggressiver und anonymer Gegenwahlkampf"

Dass so viele die Wahl boykottiert haben, erklärt sich Moroder so: "Gegen unsere Liste wurde in den letzten Wochen ein ganz aggressiven und anonymer Gegenwahlkampf geführt." Der Umstand, dass nur eine Liste kandidiert hat, sei laut Moroder von den Gegnern dazu verwendet worden um gegen den Urnengang Stimmung zu machen. 

Die genauen Wahlergebnisse der Gemeinde St. Ulrich finden Sie unter: 

http://www.stol.it/_community/commune/61

stol

stol