Ausgezeichnet werden Sami Paakkarinen, Jenni Westerlund und Patrik Grönqvist. Sie hatten sich bei der Bergung der Leichen von fünf italienischen Tauchern hervorgetan, die bei einem Tauchunfall in den Gewässern vor den Malediven ums Leben gekommen waren. Nach Angaben aus dem Präsidialamt würdigt Mattarella damit den Einsatz der finnischen Rettungskräfte, die sich bei der schwierigen Bergungsoperation unter teils extremen Bedingungen besonders verdient gemacht hätten.<BR /><BR />Finnische Taucherteams gelten international als besonders erfahren im Umgang mit Rebreather-Systemen und technischen Tauchverfahren unter extremen Bedingungen. Solche Ausrüstungen kommen weltweit etwa bei Wrackerkundungen, Höhlentauchgängen, wissenschaftlichen Expeditionen und militärischen Einsätzen zum Einsatz. Die drei finnischen Taucher gehören der Organisation DAN Europe an.<h3> Taucher hält Ausrüstung für „problematisch“</h3>Nach Informationen aus Ermittlerkreisen führten die verunglückten italienischen Taucher bei ihrem Tauchgang in eine Unterwasserhöhle Lampen, Tauchcomputer und Videokameras mit sich. Die Gruppe habe zudem jeweils nur eine einzelne Pressluftflasche verwendet; alle Flaschen seien später leer geborgen worden.<BR /><BR />Rettungstaucher Sami Paakkarinen äußerte sich im Zusammenhang mit dem Einsatz kritisch zur Ausrüstung und Vorbereitung der Gruppe. Diese sei nicht optimal für Höhlentauchgänge gewesen. Problematisch seien insbesondere die begrenzten Luftreserven und eine mögliche Unterschätzung der Risiken gewesen. „Die häufigste Todesursache in Höhlen ist menschliches Versagen“, sagte er.<BR /><BR />Bei dem Unglück kamen der 44-jährige Taucher Gianluca Benedetti aus Padua, die Meeresbiologin Monica Montefalcone (51), außerordentliche Professorin an der Universität Genua, ihre 23-jährige Tochter Giorgia Sommacal, der Meeresbiologe Federico Gualtieri (31) sowie die Forscherin Muriel Oddenino (31) ums Leben. Oddenino wurde am Freitag in ihrem Heimatdorf Poirino in der Provinz Turin beigesetzt, die Trauerzeremonie für Montefalcone und ihre Tochter fand am Samstag statt.<h3> Auszeichnung für „Cavalieri del Lavoro“</h3>Mattarella wird im Rahmen der Feierlichkeiten zum 2. Juni zudem die neuen „Cavalieri del Lavoro“ auszeichnen. Jährlich erhalten 25 Persönlichkeiten diesen Ehrentitel für besondere unternehmerische Verdienste. Zu den diesjährigen Ausgezeichneten zählt auch der Trentiner Unternehmer Lorenzo Delladio, Geschäftsführer des Bergsportausrüsters La Sportiva in Ziano im Fleimstal.<BR /><BR />Der Titel „Cavaliere del Lavoro“ wird seit 1901 vergeben und wurde bislang an fast 3.000 Persönlichkeiten verliehen. Die Auswahl erfolgt nach strengen Kriterien, darunter mindestens 20 Jahre unternehmerische Tätigkeit.