Weger wird als Gemeinderat der SVP-Ratsgruppe weiterarbeiten. <b>von Brigitta Willeit und Karl Tschurtschenthaler</b><BR /><BR />Die Aussendung auf SVP-Papier ist 28 Zeilen lang, Hannes Niederkofler, der Koordinierungsobmann der SVP Bruneck, Bruno Wolf, Gruppensprecher der SVP-Ratsgruppe, Bürgermeister Roland Griessmair und Stadtrat Reinhard Weger haben sie unterzeichnet. In dem Schreiben wird zunächst auf „verschiedene Vorkommnisse“ verwiesen, die in der Vergangenheit mehrmals zu „Aussprachen zwischen Stadtrat Reinhard Weger und Vertretern der SVP-Bruneck geführt“ haben. Diese seien durch einen von einem Redakteur verfassten Artikel in der „PZ – Pustertaler Zeitung“ – Weger zeichnet als Chefredakteur verantwortlich – anlässlich des 160-Jahr-Jubiläums der Feuerwehr Bruneck „weiter intensiviert“ worden. <BR /><BR />Dies sei, wie Bürgermeister Roland Griessmair sagte, der Tropfen gewesen, „der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.“ Das Verhältnis zwischen beiden war endgültig zerrüttet. Zwar folgte darauf eine Entschuldigung Wegers – zu wenig für Griessmair, der dringenden Erklärungsbedarf anmeldete. Die Folge waren Gespräche, im Zuge dessen Weger anbot, „freiwillig einen Schritt zurückzumachen“, da ihm eine konstruktive und effiziente Gemeindearbeit am Herzen liege. Es sei eine Entscheidung im Sinne der Sache, der Partei und vor allem der Bevölkerung gewesen. Der Schritt sei ihm sehr schwer gefallen, „es hat aber keinen anderen Weg gegeben“, sagt er.<h3>Arbeit im Gemeinderat</h3>Als SVP-Gemeinderat wolle er „weiterhin mit viel Engagement und im engen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern arbeiten. Darüber hinaus wird er sich auch für die Belange des Feuerwehrwesens besonders einsetzen. Aufgrund seiner großen Fachkenntnis wird er dafür seitens des Bürgermeisters eigene Zuständigkeiten delegiert bekommen“, heißt es in dem Schreiben. Bürgermeister Roland Griessmair, der Stadtrat und die SVP-Ratsgruppe danken Weger für seine Mitarbeit im Ausschuss und dafür, dass er durch diesen Schritt aktiv zur Lösung beigetragen habe.<BR /><BR />Alle Beteiligten bedauern in der gemeinsamen Aussendung den Umstand, dass die Feuerwehr Bruneck – Weger ist deren Kommandant – indirekt Teil der Diskussionen geworden sei. Mit dem nun vollzogenen Schritt wolle Reinhard Weger „auch ein klares Zeichen der Trennung der Rollen und der Wichtigkeit der Feuerwehr setzen“.<BR /><BR />Wie aber geht es in Bruneck nun weiter? „Vorerst werden die Kompetenzen von Reinhard Weger auf andere Stadträte verteilt“, erklärt Bürgermeister Roland Griessmair. Den geförderten Wohnbau werde er selbst übernehmen, zumal er gut zum Sozialen passe. „Die Raumordnung übernimmt Hannes Niederkofler, das private Bauwesen Daniel Schönhuber und die Städtepartnerschaft Toni Mair unter der Eggen“, sagt Griessmair. Dies erfolge am Montag. Die Anzahl der Stadträte sei vorgeschrieben, weshalb eine Nachbesetzung innerhalb der vorgeschriebenen 90 Tage erfolgen werde. „Das werden wir in Ruhe machen“, sagt der Bürgermeister.<BR /><BR />In der Aussendung wird abschließend auch die politische Zukunft von Weger thematisiert: „Sollten es die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bruneck wünschen, wird Weger auch über diese Verwaltungsperiode hinaus gemeindepolitisch aktiv sein, um auch zukünftig gemeinsam mit der SVP-Ratsgruppe seine gesammelten Erfahrungen zum Wohle der Bevölkerung einzubringen“, heißt es. Will heißen: Weger möchte bei entsprechender Unterstützung bei den Gemeinderatswahlen 2025 antreten.