Mobilitätsstadträtin und Vizebürgermeisterin Katharina Zeller hat mit Landesrat Daniel Alfreider bereits über eine mögliche Liste von Landesprojekten für die Passerstadt diskutiert. Hier sind die Details!<BR /><BR /> Das Land hat, wie mehrfach berichtet, von den 3 Gemeinden Meran, Schenna und Dorf Tirol einen Grundsatzbeschluss zum Standseilbahn-Projekt gefordert. Und genau dazu war das Mehrheitstreffen am Mittwochabend im Sitzungssaal des Stadtrats anberaumt worden. <BR /><BR />Dass das 107 Millionen-Euro-Projekt nicht mehr so kontrovers diskutiert wurde wie in Vergangenheit, zeigte denn auch der Umstand, dass diesmal die Besprechung zwischen den Räten der SVP, von Alleanza per Merano und La Civica nur rund eine Dreiviertelstunde in Anspruch genommen hat. Succus: Ein Ja mit Bedingungen. Es herrschte demnach weitgehend Konsens, dass eine Standseilbahn Erleichterung für Meran – vor allem für Obermais – bringe, aber man wolle die Rückversicherung, dass mit der Realisierung des Projektes „dann nicht Ressourcen für grundlegende Mobilitätsanliegen von Meran abgezogen werden“, sagt SVP-Fraktionssprecher Reinhard Bauer. <h3> Ausbau der Bahnlinie hat Vorrang</h3>Und diese sind in einer Liste definiert, die Bürgermeister Dario Dal Medico jetzt formalisiert. Darin enthalten: Der Bau des Mobilitätszentrums samt genügend Parkplätzen. „Denn die veranschlagten 100 bis 200 Parkplätze sind auch laut Verkehrsplaner Stefano Ciurnelli zu wenige“, sagt Vizebürgermeisterin Zeller. Vorrangig ist für die Meraner Stadtratskoalition bekanntlich auch der Ausbau der Bahnlinie Meran-Bozen. „Und zudem Lösungen bei den 4 Bahnübergängen in der Stadt, die künftig nicht mehr beschrankt sein dürfen“, sagt Fraktionssprecher Bauer. <BR /><BR />Dazu kommt noch die Umrüstung der öffentlichen Busse auf umweltfreundlichen Antrieb sowie die explizite Forderung der italienischen Koalitionspartner nach einer zusätzlichen MeBo-Ausfahrt auf der Höhe des Rennstallwegs am Kasernenareal zwischen Sinich und der Ausfahrt Marling. Explizite Forderung von Zeller sind ökologische Ausgleichsmaßnahmen in und für die Lazag. Dazu sei man schon mit Landesrat Arnold Schuler im Kontakt. „Wir als SVP sind froh, dass die Koalitionspartner wichtige Mobilitätsanliegen der SVP mittragen“, sagt Bauer.<BR /><BR /><embed id="dtext86-60043496_quote" /><BR /><BR />„Wenn wir beim Verkehr etwas ändern wollen, müssen wir mutige Entscheidungen fällen, die im ersten Moment kontrovers wirken, aber eine Langzeitwirkung haben“, meint Bautenstadtrat Stefan Frötscher. Er könne sich an keine Entscheidung in Verkehrsfragen erinnern, die nicht zu Debatten geführt hätten. „Aber angesichts des Klimawandels müssen wir umdenken und bereit sein, Opfer zu bringen“, sagt Stadtrat Frötscher.<BR /><BR />Wann der Grundsatzbeschluss im Gemeinderat falle – ob im Juli oder erst nach der Sommerpause – stehe noch nicht fest. Inzwischen werde man das Gesamtpaket im SVP-Stadtkomitee diskutieren – eventuell sogar mit allen 4 Ortsausschüssen.<BR />