„Von Seiten des Landes besteht mittlerweile kein Druck mehr und wir werden noch verschiedene Aspekte vertiefen“, sagt der Meraner Bürgermeister Dario Dal Medico.<BR /><BR />Der Meraner Gemeinderat tagt diese Woche, aber das Projekt Standseilbahn kommt nicht zur Sprache. Offensichtlich auch in den nächsten Wochen und Monaten nicht. „Ich spüre keinen Druck aus Bozen. Daher besteht auch keine Eile, im Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss zum Projekt zu fassen“, sagt Dario Dal Medico. Nichtsdestotrotz sei er dabei, Interessensvertreter und deren Standpunkte zum Projekt Standseilbahn anzuhören, „um ein paar Punkte zu vertiefen und zu klären“, sagt er. Nun werde man sich genügend Zeit nehmen, um sich mit dem umstrittenen Projekt in Ruhe auseinanderzusetzen. <BR /><BR />Weil die Stadtgemeinde Meran so etwas wie die Leitgemeinde bei diesem Projekt sei, wolle auch die Gemeinde Tirol zuwarten, bis Meran eine Entscheidung fälle. „Das war immer so eine stillschweigende Abmachung, dass wir warten, was Meran tut, bevor wir in Tirol entscheiden. Wir sind ja nur ein kleiner Fisch und entscheiden nicht über das Projekt, sondern nur über den Trassenverlauf auf unserem Gemeindegebiet“, stellt der Tiroler Bürgermeister Erich Ratschiller klar. Auch in seiner Gemeinde gebe es Vorbehalte gegen das Standseilbahnprojekt. <BR /><BR />Insofern ist es mehr als einleuchtend, dass das Landesmobilitätsressort im Wahlkampf diese heiße Kartoffel nicht mehr angeht. Roms Geld sei deswegen nicht futsch. In Schenna habe man „prinzipiell nie großen Druck vonseiten des Landes verspürt. Eine Grundsatzentscheidung wollen wir zeitgleich mit den 2 anderen Gemeinden treffen“, sagt Bürgermeisterin Annelies Pichler.