Donnerstag, 09. April 2020

Steger überbringt „gute Nachrichten aus Rom“

Senator Dieter Steger informierte am Donnerstag im Rahmen der virtuellen Pressekonferenz des Landes über von der italienischen Regierung geplante Maßnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise.

Dieter Steger war aus Rom zugeschaltet.
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Dieter Steger war aus Rom zugeschaltet. - Foto: © screenshot
Steger war bei der Pressekonferenz aus Rom zugeschaltet und berichtete über die dortigen Entwicklungen. Demnach sei am Donnerstag das Dekret „Cura Italia“ bei einer Vertrauensabstimmung im Senat bestätigt worden. Das vor 3 Wochen bereits in Kraft getretene Verordnung sah in einem ersten Moment Hilfsmaßnahmen in der Höhe von 25 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen und die Arbeitswelt vor.

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Auch für Südtirol gebe es dabei einige wichtige Neuigkeiten: Dank einer Sonderregelung sei es möglich, einen eigenen Weg beim bilateralen Sonderfonds zu gehen. Somit könne Südtirol die bilaterale Lohnausgleichskasse erhöhen und zeitlich verlängern. Weiters komme es zu einer Vereinfachung in Sachen Zugang zur Lohnausgleichskasse. Außerdem sei es für das Land Südtirol nun möglich, die Verwaltungsüberschüsse sofort und unbürokratisch zu nutzen.

Zudem habe die italienische Regierung ein weiteres großes Maßnahmenpaket für die Wirtschaft geplant. Das Paket mit einem Volumen von „mindestens 35 bis 40 Milliarden Euro“, solle bereits in den nächsten Wochen verabschiedet werden.

Landeshauptmann Arno Kompatscher freute sich über die „guten Nachrichten aus Rom“. Es sei schön, dass es Lichtblicke gebe. Gleichzeitig lobte Kompatscher die Südtiroler und bedankte sich für das Durchhaltevermögen. Es gelte weiterhin diszipliniert zu bleiben. Kritik hatte er unter anderem für die Aktion eines Freizeitsportler über: „Es gibt auch Leute, die Paragleiten gehen und dann noch einen Unfall bauen und viele Menschen in Gefahr bringen, das geht gar nicht“. (STOL hat über den Unfall berichtet).

Schrittweise Maßnahmen lockern


„Wir bereiten uns jetzt schon auf das Danach vor“, so Kompatscher. Es gelte in Zukunft schrittweise das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder hochzufahren. Es sei sinnvoll, dass die unterschiedlichen Regionen in Italien zu verschiedenen Zeitpunkten Schritt für Schritt die Vorbeugemaßnahmen lockern können. „Je besser die Zahlen sind, umso früher kann eine Region in die neuen Phasen eintreten, die zur Zeit definiert werden“, betonte Kompatscher über eine eventuelle Lockerung der Maßnahmen. Jedoch werde man nicht sofort alles öffnen, „sondern vielleicht erst die Bauwirtschaft, dann der Handel, dann irgendwann die Restaurants“, so der Landeshauptmann.

Auch was die Ausgangsbeschränkungen betrifft, gelte es, schrittweise zur Normalität zurückzukehren. Dies werde aber nicht unmittelbar nach Ostern der Fall sein. Einen genauen Zeitpunkt für die einzelnen „Phasen“ könne man noch nicht nennen.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

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