Wie STOL berichtet hat, behält Benito Mussolini in Trient seine Ehrenbürgerschaft. Trotz einer breiten Initiative zur Aberkennung scheiterte der Antrag im Gemeinderat an der notwendigen Mehrheit <b> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/12-raete-verweigern-die-stimme-mussolini-bleibt-ehrenbuerger-von-trient" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier lesen Sie mehr dazu). </a></b><BR /><BR />„Teile der italienischen Politik tun sich nach wie vor schwer damit, sich konsequent und glaubwürdig von ihrer faschistischen Vergangenheit zu lösen. Daran gibt es leider nichts zu beschönigen“, erklärt Steger. Angesichts der historischen Aufarbeitung der Verbrechen des Faschismus in Italien und weit darüber hinaus müsse eigentlich außer Frage stehen, wie eine solche Abstimmung auszugehen habe.<BR /><BR /><b> <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/mussolini-als-ehrenbuerger-haben-wir-wirklich-nichts-gelernt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Zum Fall Mussolini hier ein Kommentar von STOL-Ressortleiter Arnold Sorg. </a></b><BR /><BR />Für den SVP-Obmann ist die Bewertung eindeutig: „Jenseits jeder Parteilogik und jenseits aller politischen Taktik muss es eine Frage des Gewissens sein, Faschismus in jeder Form klar abzulehnen. Italien ist eine demokratische Republik, gegründet auf den Werten der Freiheit und der Verfassung. Jedes Zögern, jedes Ausweichen und jede Relativierung sind daher unentschuldbar.“<BR /><BR />Steger richtet zugleich klare Worte an jene Kräfte, die sich für die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft eingesetzt haben: „Den Proponentinnen und Proponenten dieser Initiative gilt in der Sache meine volle Solidarität. Ich hoffe, dass sie sich durch dieses Abstimmungsergebnis nicht entmutigen lassen und ihren Einsatz mit Nachdruck fortsetzen. Mit ihrer Forderung stehen sie klar auf der richtigen Seite der Geschichte.“<BR /><BR />Dem Urteil des SVP-Obmannes schließen sich auch die SVP-Sekretäre Harald Stauder und Martin Karl Pircher an. Mit Verwunderung nehmen sie allerdings den Aufschrei von Seiten der Süd-Tiroler Freiheit wahr: „Sven Knoll und die Südtiroler Freiheit haben recht, wenn sie hier von einem „fatalen Signal“ sprechen. Wir erinnern uns aber auch genau am jüngst organisierten Marsch von Casa Pound durch Bozen. Als es dort galt Flagge gegen Faschismus zu zeigen, war scheinbar keiner der „Mander“ abkömmlich – etwas fadenscheinig das Ganze“.