Damit sind in den Renten-Skandal die zwei engsten Vertrauensleute des Landeshauptmanns involviert.Der Mann, der dieses brisante Detail ans Licht brachte, ist Riccardo Dello Sbarba. Seit Tagen versucht er zu rekonstruieren, wer wann welche Beschlüsse im Skandal um die Goldenen Polit-Pensionen gefasst hat.Der Beschluss vom 17. Dezember 2013Neu ist: Neben den bislang drei bekannten, gibt es vier weitere Beschlüsse des Regionalratspräsidiums. Alle vier betreffen den Family Fonds. Das ist jener Anlagefonds, in dem 31,665 Millionen Euro an Renten für Regionalratsabgeordnete geparkt sind. „Und alle vier wurden nie im Amtsblatt veröffentlicht“, so der Grüne.Der Beschluss Nr. 9 vom 17. Dezember 2013 hat es dabei in sich. Im Regionalratspräsidium saßen dann nämlich nicht mehr Thaler & Co. Vielmehr hatte der Regionalrat am 28. November ein neues Präsidium gekürt: von Südtiroler Seite mit dabei die Interims-Präsidialsekretäre und heutigen Landesräte Martha Stocker und Arnold Schuler.Detaillierte Auflistung mit SummenZusammen mit den Trentinern Diego Moltrer, Giuseppe Detomas, Walter Viola und Pietro De Godenz beschlossen Stocker und Schuler die Zuteilung der Family-Anteile an den Regionalrat (50 Mio. Euro) sowie an die einzelnen Regionalratsabgeordneten (31,665 Mio. Euro).Bei Gott keine Nebensächlichkeit: Der Beschluss umfasst acht Seiten. Drei davon enthalten eine detaillierte Auflistung aller Begünstigten mit den genauen Summen, die jedem aus dem Family Fonds zustehen. Laut Protokoll waren alle sechs Präsidiumsmitglieder anwesend und alle dafür.bv/lu_________________________________________________________________Was Stocker und Schuler zum Beschluss zu sagen haben, lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.