Freitag, 11. März 2016

Strache attackiert Kompatscher frontal

FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache hat scharfe Kritik an Landeshauptmann Arno Kompatscher geübt.

Heinz-Christian Strache
Badge Local
Heinz-Christian Strache

Bei einer Pressekonferenz am Freitag in Bozen warf er ihm etwa mangelndes Engagement in Sachen Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler vor. Würde Kompatscher die Doppelstaatsbürgerschaft unterstützen, würde sie auch kommen, meinte Strache.

Er, Strache, hinterfrage „die Position Kompatschers“, der so einiges torpediere. Empört zeigte sich der FPÖ-Chef zudem, dass Kompatscher ein schon seit längerem vereinbartes Treffen mit ihm wegen einer Romreise abgesagt habe. Offenbar habe der Landeshauptmann Angst, dass die FPÖ bei diesem Meinungsaustausch bestimmte Positionen hinterfragen könnte, mutmaßte Strache. Die Freiheitlichen hatten diese Woche in Meran eine dreitägige Bundesparteipräsidiumsklausur abgehalten.

Strache will das Musterverfahren

Seine Partei unterstütze jedenfalls die Doppelbürgerschaft, unterstrich Strache. Um diese voranzubringen, seien in Wien Anträge von sechs namhaften Südtirolern, darunter Politiker der Freiheitlichen und der Süd-Tiroler Freiheit, bei der zuständigen Magistratsabteilung gestellt worden.

Diese würden von einem Rechtsanwalt der FPÖ begleitet. Ziel sei es, ein Musterverfahren zu erreichen. Strache kündigte an, bei einem abschlägigen Bescheid bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gehen zu wollen.

Lob für Durnwalder

Im Rahmen der Klausur der Freiheitlichen war es auch zu einem Zusammentreffen mit Altlandeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) gekommen. Strache bezeichnete ihn als einen Mann, der sich verdient gemacht und der auch heute noch Gewicht habe.

apa

stol