Parteichef Heinz-Christian Strache und die beiden Abgeordneten Johannes Hübner und Werner Neubauer haben die Petition einer parlamentarischen Bürgerinitiative unterschrieben. FPÖ-Südtirol-Sprecher Neubauer erinnerte daran, dass die FPÖ eine doppelte Staatsbürgerschaft für Südtiroler bereits im März 2009 mit einem parlamentarischen Entschließungsantrag begehrt hatte.„Auch die Südtiroler Volkspartei hat im Mai dieses Jahres im Rahmen der Südtiroler Landtagswahl eine Unterschriftensammlung zur Doppelstaatsbürgerschaft lauthals angekündigt, nach dem Urnengang aber nichts mehr von sich hören lassen“, kritisierte Neubauer. Eines der „besten Vorbilder“ in diesem Zusammenhang sei Italien selbst, da seit dem Jahr 2006 alle im Ausland lebenden Italiener, etwa die Minderheitsangehörigen in Istrien, die Möglichkeit hätten, die italienische Staatsbürgerschaft als zweite zu erwerben. Italien könne also nichts gegen eine österreichisch-italienische Doppelstaatsbürgerschaft für die Südtiroler haben. Mit Ausnahme Luxemburgs, Schwedens und Spaniens hätten alle EU-Staaten Regelungen, die ihren Bürgern doppelte Staatsbürgerschaften ermöglichten, sagte Hübner.Neubauer erinnerte auch daran, dass Nachkommen der ehemaligen österreichischen Auswanderer von Dreizehnlinden in Brasilien Mitte der 1990er Jahre die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen hätten. Wie die Südtiroler seien auch diese noch Bürger der Ersten Republik (1918-1934/38) gewesen. „Da deren Nachkommen als Österreicher betrachtet werden müssen, steht auch ihnen das Recht auf die doppelte Staatsbürgerschaft zu“, so Werner Neubauer. Die FPÖ-Politiker riefen daher „alle politischen Entscheidungsträger in Österreich und Italien auf, die parlamentarische Bürgerinitiative breitestmöglich zu unterstützen“.apa