<b>Von Micaela Taroni</b><BR /><BR />Davor warnte gestern der Fraktionsvorsitzende der Lega im Senat, Massimiliano Romeo (53). Die Regierungspartei Forza Italia hatte diese Woche erklärt, dass sie im Parlament ein „Ius scholae“-Gesetz mit der Opposition durchsetzen könnte, während ihre Koalitionspartner, die Lega um Vizepremier Matteo Salvini und die „Brüder Italiens“ (FdI) von Premierministerin Giorgia Meloni, diese Forderung strikt ablehnen.<BR /><BR /> Die Demokratische Partei (PD) und ihre linken Verbündeten sind eigentlich für das „Ius solis“-Prinzip, demnach man die italienische Staatsbürgerschaft automatisch durch Geburt auf italienischem Boden erhält. Die Mitte-links-Parteien erklärten jedoch, dass sie mit der Forza Italia an einem „Ius scholae“-Gesetz als Kompromisslösung arbeiten würden.<h3> „Ius scholae“ nicht im Koalitionsprogramm</h3>„Das Ius scholae steht nicht im Wahlprogramm der Mitte-rechts-Koalition und auch nicht auf der Regierungsagenda. Es ist also klar, dass es schwer ist, die Forza Italia mit ihrer Forderung zu verstehen“, sagte Romeo. „Die beharrliche Forderung der Forza Italia droht, die Stabilität der Regierung zu untergraben. Ehrlich gesagt, fällt es uns schwer zu verstehen, was hinter dieser Forderung steckt“, erklärte Romeo.<BR /><BR /> Forza Italia-Chef Antonio Tajani (71) erwiderte, er beanspruche das Recht, über Themen zu sprechen, die nicht im Regierungsprogramm stünden. „Italiener zu sein, bedeutet nicht, Generationen italienischer Vorfahren zu haben“, fügte er hinzu.<BR /><BR /> Während die Forza Italia und die Lega in dieser Frage zunehmend aneinandergeraten, haben sich weder Premier Meloni noch ein hochrangiger Vertreter der „Brüder Italiens“ dazu geäußert. Der Premierministerin wird jedoch nachgesagt, dass sie in der Frage des „Ius scholae“ eher mit der Lega als mit der Forza Italia sympathisiert.