Unter dem Druck der EU-Kommission und von Umweltschutzverbändev wurde das Dekret revidiert und die Dauer solcher Konzessionen auf 20 Jahre reduziert.Damit reagierte die Berlusconi-Regierung auf Bedenken der EU-Kommission, die aus Wettbewerbsgründen gegen das Dekret protestiert hatte. Umweltschützer und Verbraucherverbände hatten vor teuren und verbauten Stränden gewarnt. Schon mehrfach hatten sich die Kommissare in Brüssel über die bisherige Regelung beschwert, dass bestehende Konzessionen in Italien nach Ablauf einfach automatisch verlängert wurden„Wir wollen sicherstellen, dass es einen fairen Wettbewerb gibt, und dass jeder die Möglichkeit hat, seine Dienste anzubieten“, hatte eine Sprecherin von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier die Pläne der Regierung kritisiert. Die von Rom geplante Regelung würde den Gesetzen des EU-Marktes widersprechen.Der Streit um die Konzessionen ist ein heikles Thema im Stiefelstaat. Denn Italiens Küsten sind fast überall dicht bebaut: Kioske und Bars reihen sich an Liegestühle und Sonnenschirme, Duschen und Umkleidekabinen. Praktisch überall können Urlauber kalte Getränke, Obst oder Eis kaufen.