Zur Schlichtung des daraus zwischen der SEL und den anderen damaligen Konzessionswerbern resultierenden 'Stromstreites' wurde seitens der Landesregierung und des Gemeindenverbandes Prof. Giuseppe Caia als Vermittler eingesetzt. Laut Landeshauptmann Durnwalder hat sich Caia nun für zwei mögliche Lösungen des Stromstreites ausgesprochen: entweder eine Neuvergabe der einzelnen Konzessionen aufgrund der von den Bewerbern vor der Rainer-Laimer-Fälschungsaktion vorgelegten Unterlagen oder einen kompletten Neustart mittels einer europaweiten Neuausschreibung aller Konzessionen. „Eine 'dritte Lösung' dürfte allerdings, bei sicher notwendigem Fingerspitzen- und Verantwortungsgefühl seitens aller Beteiligten, die beste Lösung für das Land und die privaten und öffentlichen Konzessionswerber darstellen“, meinen die Freiheitlichen Landtagsabgeordneten Thomas Egger, Ulli Mair und Pius Leitner. Sie schlagen Verhandlungen „unter Anwendung des endlich notwendigen Hausverstands sowie ohne die bisherige Machtarroganz des Landes mit allen Konzessionswerbern, sowie mit den SEL-Partnern ENEL und EDISON“ vor. Die SEL AG müsse aus den elf Verfahren ausgeschlossen, die an die SEL vergebenen Konzessionen widerrufen werden. Die Freiheitlichen fordern weiters die Neuvergabe der Konzessionen aufgrund der von den restlichen Konzessionswerbern Ende 2005 vorgelegten Unterlagen und die „Einbringung sämtlicher neu vergebenen Konzessionen in eine neu zu gründende Gemeinschaftsgesellschaft an welcher jeder 'Player' ausverhandelte Anteile hält“, so die Freiheitlichen Abgeordneten.