Dienstag, 14. November 2017

Studiengebühren in Österreich: Die Fakten

Die Pflicht zur Zahlung von Studiengebühren an den österreichischen Universitäten ist derzeit komplex geregelt. Wer zahlen muss und wer nicht, erfahren Sie hier.

Die Pflicht zur Zahlung von Studiengebühren an den österreichischen Universitäten ist derzeit komplex geregelt.
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Die Pflicht zur Zahlung von Studiengebühren an den österreichischen Universitäten ist derzeit komplex geregelt. - Foto: © shutterstock

Grundsätzlich sind alle Studenten aus dem EU- und EWR-Raum sowie bestimmte Drittstaatenangehörige von der Zahlungspflicht ausgenommen, wenn sie noch innerhalb der Mindeststudienzeit plus zwei Semester liegen. Auch wer länger studiert, kann eventuell auf zahlreiche Ausnahmeregelungen zurückgreifen.

Wer zahlt nicht?

Neben der vom VfGH mit Ende Juni 2018 aufgehobenen Ausnahmeregelung für berufstätige Langzeit-Studenten sind die Gebühren auch Studienbeihilfenbeziehern und Behinderten zu erlassen. Ebenfalls keine Studienbeiträge bezahlen müssen Studierende für jene Semester, in den sie mindestens zwei Monate krank oder schwanger waren, Kinder bis zum siebenten Geburtstag hatten oder andere Betreuungspflichten übernehmen mussten sowie Studenten während Auslandssemestern.

Wer zahlt und wieviel?

Alle anderen Studenten zahlen grundsätzlich 363,36 Euro pro Semester. Studenten aus Drittstaaten berappen das Doppelte – hier sind wiederum Studenten aus Entwicklungsländern aber ganz ausgenommen. Ob beziehungsweise wie viel ausländische Studenten bezahlen müssen, hängt vom konkreten Herkunftsland beziehungsweise vom Aufenthaltstitel ab.

Insgesamt zahlen derzeit in etwa 15 Prozent der Uni-Studenten Gebühren. Anders an den Fachhochschulen (FH): Hier entrichtet die überwiegende Mehrheit der Studenten 363,36 Euro pro Semester – einige Erhalter (FH Joanneum, FH Burgenland, Verteidigungsministerium, FH Vorarlberg, FH Oberösterreich) verzichten allerdings darauf.

apa/stol

stol