Die Aktion soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die schwierige Wohnsituation von Studierenden aufrechterhalten. Die Aktivisten wollen bis Sonntagabend in der Nähe des Kolosseums bleiben und dort auch eine Versammlung abhalten.<BR /><BR />Die Studierenden kritisieren insbesondere die aus ihrer Sicht unzureichenden Maßnahmen gegen die Wohnungsnot und die hohen Lebenshaltungskosten. Zudem werfen sie der Regierung vor, eine Kriegspolitik zu verfolgen, während Energiepreise und alltägliche Ausgaben für viele Menschen zur Belastung geworden seien.<h3> Proteste auch in anderen italienischen Städten</h3>Wie schwierig die Suche in der Hauptstadt geworden ist, schilderte ein Koordinator des Studentenverbands „Sinistra Universitaria“. „Die Wohnungssuche in Rom ist ein schwieriges Unterfangen, da die verfügbaren Zimmer im Durchschnitt alle mehr als 500 Euro kosten“, sagte er. Die von den Regionen angebotenen Studienbeihilfen seien lediglich vorübergehende und unzureichende Lösungen. Auch die Investitionen in Studentenwohnheime reichten bisher nicht aus. „Die Situation ist inzwischen unhaltbar geworden“, sagte der Vertreter.<BR /><BR />Die Proteste richten sich nicht nur gegen die Situation in der Hauptstadt. Auch in anderen italienischen Städten gehen Studierende gegen hohe Kosten für Unterkünfte und das begrenzte Angebot an Wohnheimplätzen auf die Straße. Besonders angespannt sei die Lage in Mailand, Bologna und Turin, betonen Vertreter der Studentenverbände. In diesen Städten sei es für Studierende zunehmend schwierig, bezahlbaren Wohnraum zu finden.<BR /><BR />Die Studierenden fordern deshalb einen stärkeren Ausbau öffentlich geförderter Wohnheimplätze und wirksamere Maßnahmen, um die Mietkosten zu senken. Mit dem Protestcamp wollen sie den Druck auf die Politik erhöhen und die Wohnungsfrage dauerhaft auf die politische Tagesordnung setzen.