Sonntag, 10. Mai 2015

St.Ulrich: Moroder ist baff, dass das Demokratie ist

Ewald Moroder wäre wieder Bürgermeister der Gemeinde St. Ulrich. Wäre, denn das 50-Prozent-Quorum wurde nicht erreicht. "Neun Jahre und zehn Monate war es ein toller Job, Bürgermeister von St. Ulrich zu sein, ...", sagt ein verbitterter Moroder in Interview.

Ewald Moroder
Ewald Moroder - Foto: © STOL

Mit 939 Stimmen hätte sich Ewald Moroder wieder als Bürgermeister durchsetzen können. Aber: St. Ulrich bekommt einen Kommissär (STOL hat berichtet).

Denn die Wahlbeteiligung lag nur bei 40,2 Prozent. Der bislang amtierende Bürgermeister spricht im Interview von "anonymen, feigen und anitidemokratische Aufrufen" zum Nichtwählen, die geschmerzt hätten. "Vor allem auch für die neuen Kandidaten, die ganz baff sind, dass das Demokratie ist."

Als Gemeinde habe St. Ulrich als eine der ersten das Null-Quorum etwa bei Referenden eingeführt, meint Moroder und missbilligt die Regelung, die so eine Konstellation bei den Gemeinderatswahlen erst möglich macht.

"Es kann doch nicht sein, dass die Nichtwähler die entscheidende Mehrheit sind", beanstandet Moroder.

Für die Gemeinde hofft Moroder, dass möglichst bald ein guter Kommissäs kommt, der zumindest die amministrative Arbeit fortsetzt. "Ich hoffe, dass sich im Herbst viele Wähler ihrer Pflicht zu wählen stellen. Die Südtiroler Volkspartei wird sich sicher stellen - mit zusätzlichen Kandidaten", so Moroder. Über seine eigene Zukunft schweigt er sich jedoch aus.

Die genauen Wahlergebnisse der Gemeinde St. Ulrich finden Sie hier.

stol

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