Montag, 03. Mai 2021

Suche nach 50 Menschen nach Schiffsbruch vor Libyen

Libyens Roter Halbmond hat am Montag in einer Presseaussendung bekanntgegeben, dass mindestens 50 Migranten, darunter einige Ägypter, bei einem Schiffbruch vor der Küste der libyschen Stadt Al-Zawiya gestorben sind. Dies berichteten italienische Medien, die sich auf libysche Quelle bezogen. Dies Suche nach Überlebenden sei im Gange.

An Bord der „Sea-Watch 4“ seien mittlerweile 455 gerettete Bootsmigranten. (Archivbild)
An Bord der „Sea-Watch 4“ seien mittlerweile 455 gerettete Bootsmigranten. (Archivbild) - Foto: © APA (AFP) / JOSE JORDAN
Davor hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) gemeldet, dass 11 Personen ums Leben gekommen waren, nachdem ein Schlauchboot gesunken ist. An Bord befanden sich 24 Migranten, die in Richtung Europa unterwegs waren. Die libysche Küstenwache rettete 12 Personen.

Über 700 Migranten wurden in den letzten Tagen von der libyschen Küstenwache im Mittelmeer aufgegriffen und nach Libyen zurückgebracht. Zu ihnen zählten auch Kleinkinder und schutzbedürftige Personen, berichtete die Sprecherin des Flüchtlingswerks UNHCR, Carlotta Sami. „Libyen ist kein sicherer Hafen“, sagte Sami.

Nach einer weiteren Rettungsaktion im zentralen Mittelmeer wartet die Organisation Sea-Watch darauf, einen Hafen von den Behörden zugewiesen zu bekommen. An Bord der „Sea-Watch 4“ seien mittlerweile 455 gerettete Bootsmigranten, teilte die in Berlin ansässige Organisation in den sozialen Medien mit. Samstagabend hatten die freiwilligen Helfer demnach bei einem 6. Einsatz rund 50 Menschen aus Seenot gerettet.

apa