Nach 18 Sitzungen in der Mediation von 2007 sei vereinbart worden, dass die Piste am Flughafen nicht verlängert werde, so Eva Klotz am Samstag in einer Stellungnahme. „Sowohl Widmann als auch Rosa Thaler machen sich aber nunmehr für die Verlängerung der Piste stark! Die Mediation vor den letzten Landtagswahlen und der Runde Tisch danach dienten offensichtlich dazu, diejenigen, welche auf die Einhaltung der Vereinbarungen der Mediation bestehen, auf Linie zu bringen“, schreibt Klotz.Die Flughafen- Politik der SVP der letzten Jahre sei ein Verrat an all jenen, die ihnen vertraut und im Glauben an ihre Ehrlichkeit bei den letzten Wahlen die Stimme gegeben haben. „Landesrat Widmann wird aufgefordert, die Interessen des Volkes zu vertreten und nicht die der Lobby, welche unbedingt den weiteren Ausbau des Bozner Flughafens auf Kosten der Allgemeinheit will, denn es ist davon auszugehen, dass noch weitere Pistenverlängerung folgen werden“, so Klotz.-„Betrug der SVP an der Bevölkerung“Sven Knoll schlägt in dieselbe Kerbe: Die Zustimmung der SVP-Fraktion zum Ausbau des Bozner Flugplatzes sei eine „Frotzelei und gezielter Betrug an der Bevölkerung“. Insbesondere die SVP-Abgeordnete Rosa Thaler habe sich bei den Landtagswahlen 1998 als große Flugplatzgegnerin in den Landtag wählen lassen und sich dezidiert gegen eine Verlängerung der Landebahn ausgesprochen. Nun spreche auch sie von der Notwendigkeit des Ausbaus des Flugplatzes. Knoll erinnert daran, dass der Flughafen Bozen vom Forschungsinstitut Nomisma, der Flughafen Planungsfirma One Works und der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG als unrentabel und überflüssig eingestuft worden war. „Jeder weitere Ausbau des Flugplatzes verschlimmert somit die defizitäre Situation des Flugplatzes Bozen auf Kosten des Steuerzahlers“, unterstreicht der Landtagsabgeordnete der „Süd-Tiroler Freiheit“.Angesichts dieses offenkundigen Betrugs an der Bevölkerung müsse gegen die SVP und deren Abgeordneten der schwere Vorwurf erhoben werden, „dass sie nicht im Interesse der Bevölkerung arbeiten, sondern Eigeninteressen vertreten und Lobbyismus betreiben.“