Samstag, 21. Oktober 2017

Süd-Tiroler Freiheit blickt zurück und nach vorn

Aufsehenerregende Aktionen, Mitgliederplus, Geschlossenheit und Entschlossenheit: Die Süd-Tiroler Freiheit blickte auf ihrer Landesversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Die Süd-Tiroler Freiheit blickte zurück.
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Die Süd-Tiroler Freiheit blickte zurück.

Landesleitungsmitglied Stefan Zelger ging in seinem Tätigkeitsbericht auf die vielen Initiativen der Süd-Tiroler Freiheit seit der letzten Landesversammlung ein. Dabei nannte er u.a. die Nein-Kampagne beim Verfassungsreferendum, die laufende Toponomastikaktion zur Abschaffung der faschistischen Ortsnamendekrete, die Tiroler Radtour, Publikationen zur doppelten Staatsbürgerschaft, die Brennerkundgebung, die große Jubiläumsfeier „10 Jahre Süd-Tiroler Freiheit“, die Podiumsdiskussionen zum Thema „Europaregion Tirol“, die Besuche bei Verbündeten in ganz Europa im Rahmen der „Europäischen Freien Allianz“ und die Teilnahme als Beobachter beim Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien.

„Alle diese Initiativen schlagen sich auf die Zahl unserer Anhänger nieder. Oder anders ausgedrückt: Wir werden immer mehr“, freut sich Zelger. Die Süd-Tiroler Freiheit zählt heute 4.145 Mitglieder, ein Plus von 137 Mitgliedern seit der letzten Landesversammlung. „Und wir sind nach wie vor eine sehr junge Bewegung. Unser Durchschnittsalter liegt bei 40 Jahren. Fast die Hälfte unserer Mitglieder ist unter 30 Jahre alt. Themen wie Identität, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit haben mehr denn je eine große Anziehungskraft“, ist Zelger überzeugt.

Die Süd-Tiroler Freiheit ist wie keine zweite Bewegung hierzulande im Internet aktiv. Auf Facebook kann man auf fast 14.400 Fans zählen (die SVP hat 4.600, die Grünen 2.000). Auf „Freiheit TV“, dem hauseigenen Videokanal, wurden im abgelaufenen Jahr 134 Videobeiträge veröffentlicht. 1.420 Beiträge kam insgesamt auf der Internetseite der Süd-Tiroler Freiheit hinzu. Fast eine Million Mal wurde die Webseite aufgerufen.

Aktive Jugend 

Auch die Junge Süd-Tiroler Freiheit blickte bei der Landesversammlung auf ein erfolgreiches und intensives Jahr zurück. Die Jugendorganisation stimmte sich gleichzeitig auf das Wahljahr 2018 ein. Man ist sich sicher: „Ein intensiver und erfolgreicher Wahlkampf steht bevor!“

In einer Gesprächsrunde berichteten die Mitglieder der Landesjugendleitung über die abgehaltenen Diskussionen mit den verschiedensten politischen Jugendorganisationen in Nord-Tirol und in der Schweiz. Die Aufnahme in den „Südtiroler Jugendring“ war ebenso Bestandteil im Rückblick der Jungen Süd-Tiroler Freiheit.

An Aktionismus mangelte es der Jugendorganisation im vergangenen Jahr sowieso nicht. Höhepunkt war der Besuch des österreichischen und des italienischen Staatspräsidenten in Meran. Dabei wurden durch die Jungpolitiker hunderte schwarze Luftballons in den Meraner Sommerhimmel geschickt. Sie trugen die Aufschrift: „Unrecht verjährt nicht, auch nicht nach 98 Jahren“!

Auch personell tat sich bei der Jugendorganisation der Süd-Tiroler Freiheit zuletzt einiges. Bei den Neuwahlen vor wenigen Wochen wurde Benjamin Pixner als Landesjugendsprecher bestätigt. Peter Gruber, Christoph Mitterhofer und Hannes Innerhofer sind seine Stellvertreter. Mit Stefan Liensberger, Stefan Unterberger und Alex Auer stellten sich auf der Landesversammlung drei neue Mitglieder in der Landesjugendleitung vor. Matthias Hofer und Tamara Gurschler wurde für ihren wertvollen Einsatz gedankt. Sie gehören der Landesjugendgruppe nicht mehr an.

Italien als Belastung 

Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit fanden klare Worte. Sven Knoll betonte unter anderem: „Italien ist für Süd-Tirol eine politische und wirtschaftliche Belastung“. 

„Migration darf nicht länger Schlepperbanden und NGO’s überlassen werden!“, forderte Bernhard Zimmerhofer. 

Und für Myriam Atz Tammerle gelte es „Süd-Tirols Zukunft lebenswert und sicher gestalten“.

stol